Senologie

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Zwischen Onkologie und Schönheitswahn: Pathologie und Therapie der weiblichen Brust haben ein großes Spektrum.

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Fertilität

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Von "Social Freezing" bis "Pille danach ohne Rezept":
Konzeption und Kontrazeption sind aktuelle Themen, die auch stark in der Öffentlichkeit stehen.

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Sexualmedizin

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Sexualmedizin kann auch Krebsprävention bedeuten.

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Besonders in der gynäkologischen Onkologie
wird die Therapie immer personalisierter.

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In der Geburtshilfe entscheiden Minuten das Outcome ... und mal zählt auch jede Sekunde.

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Heute haben extreme "Frühchen" deutlich bessere Chancen als noch vor einigen Jahren.

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Kolposkopische Zervixbeurteilung
Läsionsgröße als Dysplasie-Marker

In 13 bis 30% aller Zervix-Exzisionspräparate findet man histolgisch keine Dysplasien – man hat ggf. übertherapiert. Daher evaluierten Munmany M et al. aus Barcelona, ob man mit einer kolposkopischen Größenbestimmung der Zervix-Läsion die Wahrscheinlichkeit vorhersagen kann, dass sich im Präparat später keine Dysplasie findet.

Quelle: Munmany M et al.: Small lesion size measured by colposcopy may predict absence of cervical loop excision ... BJOG 2017; 124: 495-502

Ovarial-Ca im frühen Stadium
Keine Lymphknotenbiopsie notwendig?

Ob man bei Patientinnen mit muzinösem Ovarialkarzinom in einem frühen klinischen Stadium Lymphknotenbiopsien benötigt, wird kontrovers diskutiert. Daher wurde nun ein niederländisches Pathologie- Register daraufhin durchforstet, wie oft es bei den entsprechenden Patientinnen tatsächlich zu Lymphknotenmetastasen gekommen war. Zum ersten Mal wurde dabei die Rate befallener Lymphknoten in Abhängigkeit vom Grading ausgewertet.

Quelle: van Baal J et al.: Incidence of lymph node metastases in clinical early-stage ... BJOG 2017; 124: 486-94

Brustkrebstypisierung
Neuer hochpräziser diagnostischer Test

Um das individuelle Risiko einer Patientin mit Mammakarzinom einzustufen und geeignete Therapieentscheidungen zu treffen, ist unter anderem eine präzise Bestimmung der Biomarker ER, PR, HER2 und Ki-67 wichtig. Ein neuer molekularer Test zur Brustkrebstypisierung erwies sich im Vergleich zu gängigen Nachweisverfahren auf Proteinbasis als hochpräzise und könnte die etablierten Methoden möglicherweise ersetzen.

Quelle: Fachpressekonferenz: „MammaTyper® – Paradigmenwechsel in der Brustkrebstypisierung?“, Frankfurt am Main, 26.1.2017, Veranstalter: Biontech
Multigentest zur Brustkrebstypisierung: Mammatyper®

Original Pressemitteilung:
Pharma Trend 2017: Marktführer Roche von Onkologen ausgezeichnet

Die Onkologen sind sich ihrer Sache seit Jahren sicher. Zum 12. Mal in Folge vergeben sie den Award für „ihr“ bestes Pharmaunternehmen an die Roche Pharma AG. Dieser Erfolg hat viele Väter. Aus Sicht der Ärzte sind es bei ...

Original Pressemitteilung:
Pharma Trend Awards: Gynäkologen zeichnen Jenapharm zweifach aus

Kaum ein halbes Jahr auf dem Markt, wird die Hormonspirale Kyleena® von der Facharztgruppe der Gynäkologen zum Innovativsten Produkt 2017 gekürt. Kyleena® ist für alle Frauen im gebärfähigen Alter geeignet und bietet ...

HIV-positive Frauen
Mit AMH Menopause vorhersagen

Eine HIV-Infektion kann zu einer früheren Menopause führen. Bei HIV-infizierten Frauen kann die Menopause aber zusätzliche negative Effekte haben, wie z. B. ein weiteres Absinken der CD4-Zellen. Nun fanden die Autoren mit dem Anti-Müller- Hormon (AMH) einen validen Marker zur Prognose des Menopausen-Alters bei HIV-positiven Frauen.

Quelle: Scherzer R et al.: Use of antimüllerian hormone to predict the menopausal transition in HIV-infected women. Am J Obstet Gynecol 2017; 216: 46.e1-11

Sinn der Menopause
Drei Theorien

Der Beginn der Menopause ist definiert als die letzte Regelblutung, die als solche retrospektiv bestimmt wurde, nach der mindestens ein Jahr lang keine Menstruation mehr auftrat. Aber was für einen evolutionären Sinn hat die Menopause eigentlich?

Quelle: Takahashi M et al.: A theory for the origin of human menopause. Front Genet 2017; 7: 222

Medikamenten-Entwicklung
Zu wenig Forschung an Schwangeren?

Spätestens seit dem Contergan-Skandal hat die Öffentlichkeit ein generell gespaltenes Verhältnis zur medikamentösen Therapie von Schwangeren. Von Zulassungsstudien werden Schwangere zu ihrer eigenen Sicherheit meistens ausgeschlossen. Das hat aber auch nachteilige Folgen, wie australische Autoren feststellten.

Quelle: Scaffidi J et al.: The pregnant women as a drug orphan: a global survey ... BJOG 2017; 124: 132-40

Zervixkarzinom-Screening
Bessere Kolposkopie-Triage mit Biomarkern

Das Zervixkarzinom-Screening mittels Pap-Abstrich gehört seit langem zur tagtäglichen Routine. Die Möglichkeit der HPV- Testung kommt seit einiger Zeit hinzu. Dennoch gibt es nach wie vor Screening-Befunde, bei denen das weitere Vorgehen nicht völlig klar ist. Hier kann eine zusätzliche Bestimmung von zwei Biomarkern im Abstrichpräparat die Entscheidung pro oder contra Kolposkopie erleichtern, wie eine Metaanalyse zeigte.

Quelle: Tjalma WAA: Diagnostic performance of dual- staining cytology for cervical cancer screening ... Eur J Obstet Gynecol Reprod Bol 2017; 210: 275-80

Neue Bücher
Vulva-Erkrankungen im Überblick

Das im De Gruyter Verlag erschienene knapp 180 Seiten starke Buch „Erkrankungen der Vulva“ gibt Gynäkologen einen praktischen Leitfaden zur Diagnose und Therapie aller wichtigen Erkrankungen der Vulva an die Hand. Nach einem einleitenden Kapitel zur allgemeinen Anatomie werden in ...

Evidenzbasiertes Stufenschema für die Praxis
Hyperemesis gravidarum

Übelkeit und Erbrechen sind während einer Schwangerschaft häufig und betreffen bis zu 85% aller Schwangeren. Unter der schwersten Form, der Hyperemesis gravidarum, leiden immerhin noch 0,3 bis 3%. In einer umfangreichen Metaanalyse wurden nun die aktuellen Therapieoptionen – medikamentöse und nicht medikamentöse – zusammengetragen und entsprechend ihrer Evidenz ein Stufenschema zur Behandlung vorgestellt. Dieser Algorithmus basiert auf dem wesentlichen Entscheidungskriterium der Schwere der Hyperemesis gravidarum.

Quelle: McParlin C et al.: Treatments for hyperemesis gravidarum and nausea and vomiting in pregnancy. JAMA 2016; 316: 1392-1401

Seltener Tumor unterschiedlicher Dignität
Phylloidtumoren der Brust

Phylloidtumoren der Brust (PTB, auch Cystosarcoma phylloides) zählen generell zu den seltenen Neubildungen der Mamma. Sie machen etwa 2 bis 3% aller fibrösen Brustneubildungen aus und zwischen 0,3 und 1,0% aller Brusttumoren. Die Diagnostik kann erschwert sein, da PTB in der Bildgebung Fibroadenomen gleichen können. Die Prognose und das weitere postoperative Procedere hängen vom histologisch bestimmten Subtyp ab. Eine besondere Bedeutung kommt tumorfreien Resektionsrändern bei, während der Stellenwert der adjuvanten Radiation unterschiedlich bewertet wird.

Quelle: Zhou ZR et al.: Phyllodes tumors of the breast: diagnosis, treatment and prognostic factors related to recurrence. J Thorac Dis 2016; 8: 3361-8

Prämenopausales Mammakarzinom
Gefahr für die Sexualfunktion

Eine Brustkrebsbehandlung kann die Sexualität und die Fertilität prämenopausaler Frauen erheblich beeinträchtigen. Kanadische Onkologen fassten den Einfluss der verschiedenen Therapieformen zusammen.

Quelle: Ahmed S et al.: Effect of surgery and adjuvant therapy in reproductive and sexual dysfunction in pre-menopausal women with breast cancer. Reprod Syst Sex Disord 2016; 5: doi:10.4172/2161-038X.1000169

Mammakarzinom
Großer Tumor – schnelle Antikörperelimination

Erstmals konnte nachgewiesen werden, dass die Pharmakokinetik des monoklonalen Antikörpers Trastuzumab auch vom Tumordurchmesser abhängt.

Quelle: Bernadou G et al.: Influence of tumour burden on trastuzumab pharmacokinetics in HER2 positive non-metastatic ... Br J Clin Pharmacol 2016; 81: 941-8

Hormonersatztherapie
Nicht alles über einen Kamm scheren

Nach den beunruhigenden Ergebnissen der WHI-Studie hat die Hormonersatztherapie (HRT) bei vielen Patientinnen einen schlechten Ruf. Oft beruht das jedoch auf einem wenig differenzierten Meinungsbild.

Quelle: Newson LR: Best practice for HRT: unpicking the evidence. Brit J Gen Pract 2016; doi: 10.3399/bjgp16X687097

Notfallkontrazeption
Spirale schützt auch nach Zeitfenster

Eine Notfallkontrazeption kann innerhalb von fünf Tagen nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft verhindern. Doch wie steht es mit der Sicherheit, wenn die Frau auch davor schon nicht ausreichend verhütet hatte? Antworten darauf lieferte diese aktuelle Studie aus den USA.

Quelle: Sanders JN et al.: Unprotected intercourse in the 2 ... Am J Obstet Gynecol 2016; 215: 592.e1-5

Sexuelle Dysfunktion
Kein Sex mehr nach der Menopause?

Klimakterium und Alter können die weibliche Sexualität erheblich beeinträchtigen. Im Iran scheint eine normale Sexualfunktion in der Postmenopause die Ausnahme zu sein. Und in Deutschland?

Quelle: Jamali S et al.: Examining the sexual function and related attitudes among aged women: A cross- sectional study. Int J Reprod BioMed 2016; 14: 29-38

Thromboembolierisiko bei Pilleneinnahme
Östrogendosis und Gestagentyp bestimmen das Risiko

Dass kombinierte orale Kontrazeptiva das Embolierisiko erhöhen, ist bekannt. Französische Forscher gingen jetzt der Frage nach, welche Hormonkombinationen mit dem geringsten Risiko verbunden sind.

Quelle: Weill A et al.: Low dose oestrogen combined oral contraception and risk of pulmonary embolism, stroke, and myocardial infarction in five million French women: cohort study. BMJ 2016; doi: 10.1136/bmj. i2002

Postmenopausaler Hormonersatz
Frühe Östrogentherapie schützt Gefäße

Der Effekt der Hormonersatztherapie (HRT) auf kardiovaskuläre Erkrankungen ist abhängig vom richtigen Timing. Ein früher Beginn kann offenbar die Progression der Atherosklerose bremsen, wie eine US-amerikanische Studie belegt.

Quelle: Hodis HN et al.: Vascular effects of early versus late postmenopausal treatment with estradiol. N Engl J Med 2016; 374: 1221-31

Endometriose
Unklarer Einfluss von Umwelthormonen

Die Pathophysiologie der Endometriose liegt nach wie vor weitgehend im Dunkeln. In den letzten Jahren mehrten sich Hinweise, dass endokrin wirksame Umweltschadstoffe dabei eine Rolle spielen könnten.

Quelle: Smarr MM et al.: Endocrine disrupting chemicals and endometriosis. Fertil Steril 2016; 106: 959-66

Perinatale Todesfälle
Kindsverlust erhöht Sterblichkeit der Mutter

Während oder kurz nach der Geburt ihr Baby zu verlieren, bedeutet für die Mutter große Trauer und emotionalen Stress. Dänische Wissenschaftler untersuchten, ob das die Mortalität beeinflusst.

Hvidtjørn D et al.: Mortality in mothers after perinatal loss ... BJOG 2016; 123: 393-8
Spätgebärende
Weheninduktion oder Abwarten?

Bei Schwangeren über 35 Jahren steigt das Risiko für perinatale Todesfälle. Die Weheninduktion könnte diese Gefahr reduzieren. Wie eine britische Studie belegte, geht das nicht auf Kosten einer höheren Sectiorate.

Quelle: Walker KF et al.: Randomized trial of labor induction in women ... N Engl J Med 2016; 374: 813-22

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