Menstruation

Menstruations-Emoji
Braucht man das?

Emojis, also kleine Piktogramme zur Verdeutlichung eines bestimmten Gemütszustandes oder generell zahlreicher Lebenssituationen, sind aus der digitalen Kommunikation nicht mehr wegzudenken – vor allem für die Generation der „digital natives“. Am bekanntesten ist wohl der „Smiley“. Jetzt möchte eine Kinderhilfsorganisation ein Emoji für „Menstruation“ etablieren. Ist das eine gute Idee?

Quelle: The Lancet: Time to talk about menstruation: #PeriodEmoji. Lancet 2017; 389: 1273

Prämenstruelles Syndrom (PMS)
Risikoindikator für Hypertonie?

Immer häufiger wird ein erhöhter Blutdruck auch bei jungen Frauen festgestellt. Die einer Hypertonie zugrunde liegenden Mechanismen stehen teilweise auch im Zusammenhang mit Symptomen des prämenstruellen Syndroms (PMS). Tatsächlich scheinen beide Leiden miteinander verknüpft zu sein.

Quelle: Bertone-Johnson ER et al.: Association of premenstrual syndrome with blood pressure in young adult women. J Womens Health 2016; 25(11): 1122-8

Perimenstruelles Asthma
Therapiehypothese: mehr Hormone geben

Dass sich ein Asthma bei Frauen um die Menstruation herum verschlechtern kann, ist eine klinische Beobachtung. In einer Übersichtsarbeit versuchte man nun, zum einen die dahinter liegende Pathophysiologie zu beleuchten. Zum anderen leiteten die Autoren daraus Therapie-Empfehlungen für perimenstruelles Asthma (PMA) ab. Das hormonfreie Intervall könnte der Schlüssel sein.

Quelle: Graziottin A, Serafini A: Perimenstrual asthma: from pathophysiology to treatment strategies. Multidiscip Respir Med 2016; 11: 30

Levonorgestrel-IUD
Insertionsschmerz unabhängig von Zyklus

Eine niederländische Arbeitsgruppe ging der Frage nach, in welcher Zyklusphase der optimale Zeitpunkt zum Einsetzen eines Levonorgestrel-IUD liegt. Allen Theorien zum Trotz fand man: Der Einlege-Schmerz ist unabhängig vom Zyklus.

Quelle: Van der Heijden PA et al.: Timing of insertion of levonorgestrel-releasing intrauterine system: a randomised controlled trial. BJOG 2017; 124: 299-305

Einfache Therapie-Alternative
Weizen gegen PMS

Studien zufolge können Magnesium, Kalzium, die Vitamine B und E sowie Linolsäure die Symptome des prämenstruellen Syndroms (PMS) verbessern. Man kann auch alle „guten Stoffe“ auf einmal nehmen – in Form von Weizenkeimen.

Quelle: Ataollahi M et al.: The effect of wheat germ extract on premenstrual syndrome symptoms. Iran J Pharm Res 2015; 14(1): 159-66

Emotionserkennung
Östrogen lässt Ekel schwinden

Beim richtigen und schnellen Einordnen der Emotionen ihres Gegenübers gelten Frauen den Männern als überlegen. Doch scheint ihre Leistungsfähigkeit darin erheblichen Schwankungen zu unterliegen. Eine britische Studie ging der Frage nach, inwieweit sich Zyklusphase und Hormonspiegel auf die Gefühlswahrnehmung auswirken.

Quelle: Kamboj SK et al.: A specific association between facial disgust recognition and estradiol levels in naturally cycling women. PLoS ONE 2015; doi:10.1371/journal.pone.0122311

Blutungsstörungen
Verunsichert und uninformiert

Bis zu 30% aller Frauen im reproduktiven Alter leiden unter Hypermenorrhoe oder Menorrhagie. Häufig fällt es den Betroffenen jedoch nicht leicht, das Thema anzusprechen und ihnen ist auch nicht bewusst, ab wann eine Regelblutung aus der Norm fällt.

Quelle: Fachpressekonferenz: „Ganz normale Tage“, Berlin, 17.3.2016 Veranstalter: Gedeon Richter

Hypermenorrhoe – objektiviert
Neuer, validierter Fragebogen zum Download

Als wie stark eine Patientin ihre Menstruationsblutung empfindet, hängt nicht nur vom objektiv messbaren Blutverlust ab, sondern auch von der Einschränkung der Lebensqualität. Um diese zu beurteilen, entwickelten Wissenschaftler einen neuen Fragebogen.

Quelle: Matteson KA et al.: The menstrual bleeding questionnaire: ... BJOG 2015; doi: 10.1111/1471- 0528.13273

Dysmenorrhoe
Regelschmerz macht schmerzempfindlicher

Es gibt Hinweise, dass die sich wiederholende Schmerzerfahrung bei Frauen mit primärer Dysmenorrhoe zu einer höheren Sensibilität gegenüber anderen Schmerztypen führt. Bisherige Studien brachten allerdings widersprüchliche Ergebnisse.

Quelle: Iacovides S et al.: Women with dysmenorrhoea are hypersensitive to experimentally induced fore - arm ischaemia during painful menstruation and during the pain-free follicular phase. Eur J Pain 2015; 19: 797-804

Primäre Dysmenorrhoe
Fragebögen mit Lücken

Menstruationsschmerzen sind eine der führenden Ursachen für Fehltage am Arbeitsplatz, für verringerte Produktivität und Lebensqualität. Validierte Symptomskalen oder Fragebögen zur Evaluation sind jedoch Mangelware.

Quelle: Chen CX et al.: Self-report pain and symptom measures for primary dysmenorrhoea: A critical review. Eur J Pain 2015; 19: 377-91

Gestagene
Wie verändert sich das Endometrium?

Hormonelle Kontrazeptiva bewirken morphologische Veränderungen des Endometriums, die sich vom normalen Menstruationszyklus unterscheiden. Sie hängen vor allem von Art, Dosierung und Administrationsweg des eingesetzten Gestagens ab.

Quelle: Dinh A et al.: A review of the endometrial histologic effects of progestins and progesterone receptor modulators in reproductive age women. Contraception 2015; 91: 360-7

Wie gut Schwangere den Zeitpunkt ihrer letzten Periode schätzen
Zahlenpräferenz bei Datums-Irrtümern

Je länger die letzte Menstruation zurückliegt, desto wahrscheinlicher sind falsche Angaben zum Datum. Dabei gibt es besonders „beliebte“ Irrtümer.

Quelle: Van Oppenraaij RHF et al.: Determinants of num - ber-specific recall error of last menstrual period: a retro spective cohort study. BJOG 2015; 122: 835-41

ONLINE FIRST: Menstruelle Migräne
1. Bedarfsmedikation, 2. Prophylaxe

60 bis 70% aller Frauen mit Migräne stellen eine Abhängigkeit ihrer Kopfschmerzen vom Zyklus fest (=menstruelle Migräne). Ein systematisches, evidenzbasiertes Vorgehen kann Patientinnen helfen.

Quelle: Newman LC, Yugrakh MS: Menstrual migraine: treatment options. Neurol Sci 2014: 35 suppl 1: 57-60

Hyperandrogenämie
Bei hohem Testosteron nach Tumoren fahnden

Hyperandrogenämie nach der Menopause kann ein Hinweis auf einen Tumor sein. Griechische Universitätsmediziner fassten zusammen, wie man der Ursache des Androgenüberschusses auf die Spur kommt.

Quelle: Markopoulos MC et al.: Hyperandrogenism after menopause. Eur J Endocrinol 2015; 172: doi: 10.1530/EJE-14-0468

Eisenmangel bekämpfen
Verträgliches Eisenpräparat mit Apfelgeschmack

5 bis 10% aller Europäer haben Eisenmangel. Vor allem Frauen im gebärfähigen Alter und vegetarisch oder vegan lebende Personen sind betroffen. Zum Ausgleich eines Eisendefizits bietet die Firma Nelson das Supplement Ferrotone® mit natürlichem Eisen-(II)-sulfat an. Das Prä...

Quelle: Fachpressemitteilung „Trinkfertig, resorptionsstark und verträglich: FERROTONE® Apfel – flüssige Nahrungsergänzung mit Eisen aus natürlicher Quelle“, 28.10.2014, Präparat: Ferrotone® Apfel, Firma: Nelsons
 

Zyklusunregelmäßigkeiten
Mit Gelassenheit die Menses ertragen

Unregelmäßige Menstruationszyklen kennen viele Frauen. Es wurden schon viele Einflüsse darauf diskutiert. Wahrscheinlich gibt es auch protektive Faktoren.

Quelle: Palm-Fischbacher S et al.: Dispositional resilience as a moderator of the relationship between chronic stress and irregular mestrual cycle. J Psychosom Obstet Gynaecol 35 (2014) 42-50

Endometriose
Falsche Zellen am falschen Ort

Viele Frauen leiden an Endometriose – und bei vielen bleibt diese geheimnisvolle Krankheit geheim. Die Beschwerden sind unspezifisch und die Lokalisationen können geradezu exotisch sein. Mit hartnäckigen Nachforschungen sollte man den ektopen Zellen aber auf die Spur kommen. Dann besteht auch eine Chance, das Los der betroffenen Frau zu bessern.

Quelle: Hickey M et al.: Endometriosis. BMJ 348 (22 March 2014) 29-34

Anämierisiko
Fragebogen „misst“ Blutverlust

Der Blutverlust während der Menstruation wirkt sich auf den Eisenstatus, die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden aus. Spanische Wissenschaftler entwickelten einen neuen Fragebogen, mit dessen Hilfe sich die Monatsblutung besser einschätzen lässt.

Quelle: Toxqui L et al.:A simple and feasible questionnaire to estimate menstrual blood loss: relationship with hematological and gynecological parameters in young women. BMC Womens Health 14 (2014) doi: 10.1186/1472-6874-14-71

Prämenstruelles Syndrom
Meist kein vorübergehendes Problem

Die in der Literatur angegebenen Prävalenzen für das prämenstruelle Syndrom (PMS) und Dysmenorrhoe variieren sehr stark. Eine australische Längsschnittstudie lieferte aussagekräftige Zahlen zur Häufigkeit und zum Verlauf der Menstruationsbeschwerden.

Quelle: Ju H et al.: Premenstrual syndrome and dysmenorrhea: Symptom trajectories over 13 years in young adults. Maturitas 78 (2014) 99-105

Jugendliche mit Entwicklungsverzögerung
Menstruationskontrolle: Pille überholt Depotspritze

Für Mädchen mit geistigen und körperlichen Einschränkungen stellt die Menstruation oft eine große Belastung dar. Kanadische Mediziner untersuchten, ob sich die Verschreibung von Kontrazeptiva zur Blutungskontrolle in den letzten Jahren verändert hat.

Quelle: Kirkham YA et al.: Trends in menstrual concerns and suppression in adolescents with development disabilities. J Ado Health 53 (2013) 407-412

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