Gyn-Depesche 1/2014

Familienplanung weltweit

Der Bedarf an Kontrazeption wächst

Familienplanung geht weltweit mit Verbesserungen der reproduktiven Gesundheit und darüber hinaus der gesamten Lebenssituation der Betroffenen einher. Es muss alles getan werden, um Defizite auf diesem Gebiet auszugleichen.

Die Häufigkeit von Kontrazeption hat weltweit von 54,8% in 1990 auf 63,3% in 2010 zugenommen. Einen nicht gedeckten Bedarf an Kontrazeption gab es in 15,4 bzw. 12,3%. Die Häufigkeit von Kontrazeption nahm in allen Ländern zu, außer wo sie schon hoch war; der Bedarf nahm ab. Im Jahre 2010 bestand bei 146 Millionen Frauen, die verheiratet bzw. liiert waren, ein ungedeckter Bedarf für Familienplanung.

Die absolute Zahl verheirateter Frauen, die entweder Kontrazeption betreiben oder solche brauchen, wird von 900 Millionen in 2010 auf 962 Millionen in 2015 wachsen. Eine Zunahme wird für die meisten Entwicklungsländer erwartet.

Es ist abzusehen, dass künftig noch mehr in die Versorgung mit Kontrazeption investiert werden muss. Damit erzielt man aber auch Einsparungen durch Verbesserungen der gesundheitlichen Situation in den jeweiligen Ländern. WE

?! Die größten Defizite beim Bedarf
an Kontrazeption findet man im
südlichen und westlichen Asien und in
Afrika. Ungedeckten Bedarf (unmet
need) gibt es aber auch in der Form eines
engen Spektrums verfügbarer Methoden.
So besteht in Indien Kontrazeption zu
zwei Drittel aus Sterilisation; reversible
Methoden sind kaum verfügbar.
Cleland J et al.: The contraceptive revolution:
focused efforts are still needed. Ebd. 1604-1606 

Quelle: Alkema L et al.: National, regional, and global rates and trends in contraceptive prevalence and unmet need for family planning between 1990 and 2015: a systematic and comprehensive analysis., Zeitschrift: THE LANCET, Ausgabe (2013), Seiten: 1642-1652


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