Menstruation

Moderne Menstruationshygiene
Die Menstruationstasse als praktische Alternative zum Tampon

Immer häufiger erhalten Gynäkologen Nachfragen zum Menstruationsmanagement mit der Menstruationstasse. Ein Grund für die wachsende Beliebtheit ist neben der Umweltfreundlichkeit und der Kostenersparnis die Sorge vor dem toxischen Schocksyndrom, von dem im Zusammenhang mit Tampons berichtet wurde. Nach einer Umfrage von Testerinnen beider Hygiene-Artikel sind Menstruationstassen wie die Me Luna® klassischen Tampons in punkto Zufriedenheit sogar überlegen.

PMS
Wirksamkeit von Mönchspfeffer überbewertet?

Zur pflanzlichen Behandlung des prämenstruellen Syndroms (PMS) wird häufig Mönchspfeffer empfohlen. Eine niederländische Arbeitsgruppe führte eine Metaanalyse durch, um Wirksamkeit, Sicherheit und Akzeptanz des Heilkräuterextrakts zu bestimmen.

Quelle: Verkaik S et al.: The treatment of premenstrual syndrome with preparations of Vitex agnus castus: a systematic review and meta-analysis. Am J Obstet Gynecol 2017; 217: 150-66

Ovarialkarzinom
HE4-Bestimmung unabhängig vom Zyklus möglich

Der Tumormarker HE4 (Human Epididymisprotein 4) kann helfen, zwischen malignen und benignen Raumforderungen im Beckenbereich der Patientinnen zu unterscheiden. Ein US-amerikanisches Team untersuchte, ob seine Serumlevel im Verlauf des Zyklus schwanken.

Quelle: Moore RG et al.: Assessment of serum HE4 levels throughout the normal menstrual cycle. Am J Obstet Gynecol 2017; 217: 53.e1-9

Prämenstruelle Symptome
Die Pille hilft – ein bisschen

Das Spektrum der physischen und psychischen Beschwerden, an denen viele Frauen vor der Menstruationsblutung leiden, ist groß. Kanadische Forscher untersuchten, ob sich hormonelle Kontrazeptiva oder die Ethnizität darauf auswirken.

Quelle: Jarosz AC et al.: Hormonal contraceptive use and prevalence of premenstrual symptoms in a multiethnic Canadian population. BMC Women‘s Health 2017; 17: Doi: 10.1186/s12905- 017-0450-7

Geschlechter-Unterschiede bei allergischen Erkrankungen
Asthma-Exazerbationen häufiger zu Zyklusbeginn – Menopause als Risiko

Sexualhormone beeinflussen das Immunsystem und damit auch allergische Reaktionen. Italienische Wissenschaftler fassten nun zusammen, wie sich der Hormonhaushalt auf die Ausprägung von Allergien auswirkt.

Quelle: Ridolo E et al.: Sex in respiratory and skin allergies. Clinic Rev Allerg Immunol 2018; https://doi. org/10.1007/s12016-017-8661

Menstruations-Emoji
Braucht man das?

Emojis, also kleine Piktogramme zur Verdeutlichung eines bestimmten Gemütszustandes oder generell zahlreicher Lebenssituationen, sind aus der digitalen Kommunikation nicht mehr wegzudenken – vor allem für die Generation der „digital natives“. Am bekanntesten ist wohl der „Smiley“. Jetzt möchte eine Kinderhilfsorganisation ein Emoji für „Menstruation“ etablieren. Ist das eine gute Idee?

Quelle: The Lancet: Time to talk about menstruation: #PeriodEmoji. Lancet 2017; 389: 1273

Prämenstruelles Syndrom (PMS)
Risikoindikator für Hypertonie?

Immer häufiger wird ein erhöhter Blutdruck auch bei jungen Frauen festgestellt. Die einer Hypertonie zugrunde liegenden Mechanismen stehen teilweise auch im Zusammenhang mit Symptomen des prämenstruellen Syndroms (PMS). Tatsächlich scheinen beide Leiden miteinander verknüpft zu sein.

Quelle: Bertone-Johnson ER et al.: Association of premenstrual syndrome with blood pressure in young adult women. J Womens Health 2016; 25(11): 1122-8

Perimenstruelles Asthma
Therapiehypothese: mehr Hormone geben

Dass sich ein Asthma bei Frauen um die Menstruation herum verschlechtern kann, ist eine klinische Beobachtung. In einer Übersichtsarbeit versuchte man nun, zum einen die dahinter liegende Pathophysiologie zu beleuchten. Zum anderen leiteten die Autoren daraus Therapie-Empfehlungen für perimenstruelles Asthma (PMA) ab. Das hormonfreie Intervall könnte der Schlüssel sein.

Quelle: Graziottin A, Serafini A: Perimenstrual asthma: from pathophysiology to treatment strategies. Multidiscip Respir Med 2016; 11: 30

Levonorgestrel-IUD
Insertionsschmerz unabhängig von Zyklus

Eine niederländische Arbeitsgruppe ging der Frage nach, in welcher Zyklusphase der optimale Zeitpunkt zum Einsetzen eines Levonorgestrel-IUD liegt. Allen Theorien zum Trotz fand man: Der Einlege-Schmerz ist unabhängig vom Zyklus.

Quelle: Van der Heijden PA et al.: Timing of insertion of levonorgestrel-releasing intrauterine system: a randomised controlled trial. BJOG 2017; 124: 299-305

Einfache Therapie-Alternative
Weizen gegen PMS

Studien zufolge können Magnesium, Kalzium, die Vitamine B und E sowie Linolsäure die Symptome des prämenstruellen Syndroms (PMS) verbessern. Man kann auch alle „guten Stoffe“ auf einmal nehmen – in Form von Weizenkeimen.

Quelle: Ataollahi M et al.: The effect of wheat germ extract on premenstrual syndrome symptoms. Iran J Pharm Res 2015; 14(1): 159-66

Emotionserkennung
Östrogen lässt Ekel schwinden

Beim richtigen und schnellen Einordnen der Emotionen ihres Gegenübers gelten Frauen den Männern als überlegen. Doch scheint ihre Leistungsfähigkeit darin erheblichen Schwankungen zu unterliegen. Eine britische Studie ging der Frage nach, inwieweit sich Zyklusphase und Hormonspiegel auf die Gefühlswahrnehmung auswirken.

Quelle: Kamboj SK et al.: A specific association between facial disgust recognition and estradiol levels in naturally cycling women. PLoS ONE 2015; doi:10.1371/journal.pone.0122311

Blutungsstörungen
Verunsichert und uninformiert

Bis zu 30% aller Frauen im reproduktiven Alter leiden unter Hypermenorrhoe oder Menorrhagie. Häufig fällt es den Betroffenen jedoch nicht leicht, das Thema anzusprechen und ihnen ist auch nicht bewusst, ab wann eine Regelblutung aus der Norm fällt.

Quelle: Fachpressekonferenz: „Ganz normale Tage“, Berlin, 17.3.2016 Veranstalter: Gedeon Richter

Hypermenorrhoe – objektiviert
Neuer, validierter Fragebogen zum Download

Als wie stark eine Patientin ihre Menstruationsblutung empfindet, hängt nicht nur vom objektiv messbaren Blutverlust ab, sondern auch von der Einschränkung der Lebensqualität. Um diese zu beurteilen, entwickelten Wissenschaftler einen neuen Fragebogen.

Quelle: Matteson KA et al.: The menstrual bleeding questionnaire: ... BJOG 2015; doi: 10.1111/1471- 0528.13273

Dysmenorrhoe
Regelschmerz macht schmerzempfindlicher

Es gibt Hinweise, dass die sich wiederholende Schmerzerfahrung bei Frauen mit primärer Dysmenorrhoe zu einer höheren Sensibilität gegenüber anderen Schmerztypen führt. Bisherige Studien brachten allerdings widersprüchliche Ergebnisse.

Quelle: Iacovides S et al.: Women with dysmenorrhoea are hypersensitive to experimentally induced fore - arm ischaemia during painful menstruation and during the pain-free follicular phase. Eur J Pain 2015; 19: 797-804

Primäre Dysmenorrhoe
Fragebögen mit Lücken

Menstruationsschmerzen sind eine der führenden Ursachen für Fehltage am Arbeitsplatz, für verringerte Produktivität und Lebensqualität. Validierte Symptomskalen oder Fragebögen zur Evaluation sind jedoch Mangelware.

Quelle: Chen CX et al.: Self-report pain and symptom measures for primary dysmenorrhoea: A critical review. Eur J Pain 2015; 19: 377-91

Gestagene
Wie verändert sich das Endometrium?

Hormonelle Kontrazeptiva bewirken morphologische Veränderungen des Endometriums, die sich vom normalen Menstruationszyklus unterscheiden. Sie hängen vor allem von Art, Dosierung und Administrationsweg des eingesetzten Gestagens ab.

Quelle: Dinh A et al.: A review of the endometrial histologic effects of progestins and progesterone receptor modulators in reproductive age women. Contraception 2015; 91: 360-7

Wie gut Schwangere den Zeitpunkt ihrer letzten Periode schätzen
Zahlenpräferenz bei Datums-Irrtümern

Je länger die letzte Menstruation zurückliegt, desto wahrscheinlicher sind falsche Angaben zum Datum. Dabei gibt es besonders „beliebte“ Irrtümer.

Quelle: Van Oppenraaij RHF et al.: Determinants of num - ber-specific recall error of last menstrual period: a retro spective cohort study. BJOG 2015; 122: 835-41

ONLINE FIRST: Menstruelle Migräne
1. Bedarfsmedikation, 2. Prophylaxe

60 bis 70% aller Frauen mit Migräne stellen eine Abhängigkeit ihrer Kopfschmerzen vom Zyklus fest (=menstruelle Migräne). Ein systematisches, evidenzbasiertes Vorgehen kann Patientinnen helfen.

Quelle: Newman LC, Yugrakh MS: Menstrual migraine: treatment options. Neurol Sci 2014: 35 suppl 1: 57-60

Hyperandrogenämie
Bei hohem Testosteron nach Tumoren fahnden

Hyperandrogenämie nach der Menopause kann ein Hinweis auf einen Tumor sein. Griechische Universitätsmediziner fassten zusammen, wie man der Ursache des Androgenüberschusses auf die Spur kommt.

Quelle: Markopoulos MC et al.: Hyperandrogenism after menopause. Eur J Endocrinol 2015; 172: doi: 10.1530/EJE-14-0468

Eisenmangel bekämpfen
Verträgliches Eisenpräparat mit Apfelgeschmack

5 bis 10% aller Europäer haben Eisenmangel. Vor allem Frauen im gebärfähigen Alter und vegetarisch oder vegan lebende Personen sind betroffen. Zum Ausgleich eines Eisendefizits bietet die Firma Nelson das Supplement Ferrotone® mit natürlichem Eisen-(II)-sulfat an. Das Prä...

Quelle: Fachpressemitteilung „Trinkfertig, resorptionsstark und verträglich: FERROTONE® Apfel – flüssige Nahrungsergänzung mit Eisen aus natürlicher Quelle“, 28.10.2014, Präparat: Ferrotone® Apfel, Firma: Nelsons
 

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