Gyn-Depesche

Ausführliche Kontrazeptionsberatung

Für jede Patientin die passende Verhütungsmethode zu finden, stellt den Gynäkologen und Gynäkologinnen vor immer mehr Herausforderungen. In Bezug auf kombinierte hormonelle Kontrazeptiva (KHK) sind viele Patientinnen verunsichert. Oft fürchten sie, sie könnten durch die Anwendung an Gewicht zunehmen oder nach dem Absetzen der Pille nicht mehr schwanger werden. In wissenschaftlichen Studien findet man nur wenig Informationen zu diesen möglichen Zusammenhängen. Besser belegt ist das mit der hormonellen Kontrazeption assoziierte Krebsrisiko. So zeigten Studien, dass das Risiko für Endometrium- oder Ovarialkarznome unter KHK sogar gesenkt werden kann. Ein geringes Risiko für Mamma- oder Zervixkarzinom kann dagegen nicht ausgeschlossen werden, im Fall von Brustkrebs aber durch eine HPV-Impfung minimiert werden. Die wichtigste Aufgabe ist aber die ausführliche Aufklärung über das Thromboserisiko der verschiedenen Verhütungsmethoden. Dabei sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass das Risiko im Vergleich zu Schwangerschaften bei der Anwendung von Verhütungspillen oder -patches nur geringfügug erhöht ist.  Auch kann das Risiko mit der Auswahl geeigneter Gestagene bzw. einer reduzierten Östrogendosis gesenkt werden. Ferner wünschen sich viele Patientinnen eine möglichst einfache Anwendung, an die man nicht täglich denken muss. In diesem Fall eignen sich Optionen wie die Spirale, der Verhütungsrung oder ein Verhütungspatch wie z. B. der Verhütungspatch Lisvy® (0,55 mg Ethinylestradiol, 2,1 mg Gestoden). Dieser muss nur einmal pro Woche auf die Haut geklebt werden und bietet einen ähnlich sicheren Verhütungsschutz wie die Pille und eine gute Blutungskontrolle. Das Patch zählt zu den Präparaten mit der niedrigsten Östrogendosierung, weshalb das Thromboserisiko mit dem von Verhütungspillen mit 20 µg Ethinylestradiol vergleichbar ist. Zudem könnte die geringe Östrogendosis einen positiven Effekt auf die Libido ausüben.

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