Kombinierte Kontrazeptiva | Gyn-Depesche 6/2018

Bei unreiner Haut auf Gestagen achten

Für viele Frauen ist es ein angenehmer Nebeneffekt der Pille, dass sie Akne und Menstruationsbeschwerden mildert. Entscheidend scheint dabei die Gestagenkomponente zu sein.
In einem Familienplanungszentrum der Universität von Bangkok bekamen 180 Frauen, die an Akne und Dysmenorrhoe litten, randomisiert ein orales Kontrazeptivum: Neben Ethinylestradiol (EE; 30 μg) enthielt es entweder 2 mg Chlormadinonacetat (CMA) oder 3 mg Drospirenon. Nach einem, drei und sechs Monaten wurde die Wirkung auf das Hautbild und die Menstruationsschmerzen beurteilt.
Sowohl die Anwenderinnen als auch ihre Behandler schätzten den Effekt der CMA-enthaltenden Pille besser ein. Nach einer sechsmonatigen Einnahme hatte sich die Zahl der Akneläsionen um 72,2% reduziert, mit dem Vergleichspräparat nur um 64,5%. Bei drei Viertel der Patientinnen klassifizierten die Mediziner das Hautbild nach der EE/CMA-Behandlung als sehr gut. In der EE/Drospirenon-Gruppe wurde dies nur bei jeder zweiten Frau erreicht. Von den Patientinnen selbst empfanden 66,3% versus 48,3% die Verbesserung als exzellent.
Hinsichtlich der Dysmenorrhoe berichteten fast alle Frauen beider Gruppen von einer Verbesserung. Unter dem EE/CMAPräparat gaben sie aber im Schnitt früher eine deutliche Schmerzverbesserung und häufiger eine komplett schmerzfreie Blutungsphase zu Protokoll. CW

Quelle: Jaisamrarn U et al.: A comparison of combined oral contraceptives ... Contracept Reprod Med 2018; 3: 5
ICD-Codes: Z30.-

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