Herz-Kreislauf-Risiko | Gyn-Depesche 5/2018

Belastungs-EKG aussagekräftiger als Stressecho

Der prognostische Wert von Stressecho und Belastungs-EKG für das kardiovaskuläre Risiko bei postmenopausalen Frauen ist bislang unklar. Langzeitergebnisse der SMART-Studie sprechen für die Überlegenheit des EKG.

Fünf Jahre nach Beginn der SMART-Studie (Stress Echocardiography in Peri/Post-Meno-pausal Women At Risk for Coronary Artery Disease Trial) wurden 315 Teilnehmerinnen über das Auftreten kardiovaskulärer (CV) Er-eignisse befragt. Die peri- und postmenopau-salen Frauen mit geringem bis mittlerem Framingham-Risikoscore für eine KHK hat-ten sich zwischen 2004 und 2007 einer Kon-trast- Stressechokardiographie und einem Be-lastungs- EKG unterzogen. Indikation war in den meisten Fällen Brustschmerz. Zusätzlich waren zu Studienbeginn verschiedene Serum-Biomarker bestimmt worden, wie hs CRP (hochsensitives C-reaktives Protein), BNP (B-natriuretisches Peptid) und ANP (atriales natriuretisches Peptid). Bei beiden Untersuchungen war ein ab-normales Ergebnis mit einem höheren CV-Ri-siko assoziiert. Als unabhängiger Prädiktor erwies sich aber nur das Belastungs-EKG: Hier stieg das Risiko eines kardiovaskulären Ereignisses innerhalb der nächsten vier Jahre auf das Zehnfache. Von den Laborparame-tern zeigte nur BNP eine signifikante Assozi-ation. Die Studienergebnisse bestätigen die bisherige Evidenz: Bei peri- und postmeno-pausalen Frauen mit Schmerzen im Brust-korb und geringem bis mittlerem Risiko für eine koronare Herzkrankheit ist zunächst ein Belastungs-EKG sinnvoll. CW


Quelle:

Abdelmoneim SS et al.: Prognostic utility of stress testing ... J Womens Health 2018; 27: 54252

ICD-Codes: N95.9

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