Mammakarzinom | Gyn-Depesche 4/2019

Überleben trotz Metastasen verbessert

Abemaciclib verbessert bei Mammakarzinom signifikant das progressionsfreie Überleben (PFS) und die objektive Ansprechrate (ORR) – auch Patientinnen mit ungünstigen Prognosefaktoren profitieren.
Die im September 2018 in der Europäischen Union erreichte Zulassung des CDK4/ 6-Inhibitors (CDK: Cyclin-abhängige Kinase) Abemaciclib für die Behandlung von Frauen mit hormonrezeptorpositiven (HR+), humanen epidermalen Wachstumsfaktor- Rezeptor-2-negativem (HER2-) lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Mammakarzinoms beruht auf den Ergebnissen der Studien MONARCH 2 und 3, berichtete Prof. Dr. Sherko Kümmel, Essen. Nach den Daten verbesserte Abemaciclib plus Fulvestrant bei vergleichsweise guter Verträglichkeit signifikant das PFS und die ORR. Die Kombination von Abemaciclib mit nicht steroidalen Aromatasehemmern als Initialtherapie des fortgeschrittenen HR+ /HER2-/Mammakarzinoms bei postmenopausalen Patientinnen bewirkte eine signifikante Verbesserung des PFS und der ORR. Dass Abemaciclib auch von Vorteil ist, wenn Erkrankungsmerkmale vorliegen, die die Prognose deutlich verschlechtern können, zeigte Prof. Dr. Pia Wülfing anhand eines Fallbeispiels einer Patientin mit Lebermetastasen auf. Wie Prof. Dr. Michael Lux, Paderborn, betonte, bestehen auch bei prämenopausalen Frauen keine Gründe, von den Empfehlungen und Leitlinien abzuweichen. SR
Quelle: Symposium:„Einblicke in die klinische Praxis mit CDK4/6-Inhibitoren, DGS-Kongress, 28.6.2019, Berlin

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