Perspektive | Gyn-Depesche 2/2019

Dydrogesteron auf dem Vormarsch

Im Rahmen einer IVF-Prozedur erfolgt eine kontrollierte ovarielle Überstimulation mit Gonadotropinen und GnRH-Analoga. Um einem sog. Lutealphasendefekt entgegenzuwirken, nimmt man einen Lutealphasensupport (LPS) vor. Standard dafür ist vaginales oder intramuskuläres Progesteron oder auch hCG. Auf empirischer Basis wird aber schon länger auch Dydrogesteron verwendet.

Im Gegensatz zu anderen Gestagenen zeigt Dydrogesteron ebenso wie sein aktiver Metabolit keine klinisch relevanten agonistischen oder antagonistischen Wirkungen auf Androgen-, Östrogen- oder Glukokortikoid-Rezeptoren. Für den Einsatz in der Indikation LPS spricht z. B., dass es ebenso gut verträglich ist wie vaginales Progesteron. Fetale Risiken sind nicht zu erkennen. Zudem bevorzugen die meisten Frauen ein orales Präparat gegenüber einem vaginal applizierten. WE
Quelle:

Griesinger G et al.: Oral dydrogesterone for luteal phase support in fresh in vitro fertilization cycles: a new standard? Fertil Steril 2018; 109: 756-62

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