Assistierte Reproduktionstechnologie (ART) | Gyn-Depesche 4/2020

Eineiige Zwillinge – riskantere Gravidität

Mehrlingsschwangerschaften nach ART, infolge der Übertragung von Mehrfachembryonen, gelten aufgrund des damit verbundenen geburtshilflichen und perinatalen Risikos als unerwünschte Ereignisse. Doch wie lässt sich das Risiko unter einer ART senken?
Studien haben gezeigt, dass bestimmte ART-Verfahren (u. a. erweiterte Embryokultur, Ovarialstimulation, ICSI, Kryokonservierung und Transfer im Blastozystenstadium) mit einem erhöhten Risiko für die monozygote Zwillingsbildung verbunden sind. Durch Fortschritte der ARTTechniken konnte der elektive Einzelembryotransfer (SET) erleichtert werden. In einer Kohortenstudie wurden die anonymen Daten von Frauen gesammelt, die sich einem SET unterzogen – entweder nach einem Gentest vor der Implantation (PGT) mit Embryo-Biopsie oder einer IVF ohne PGT.
Insgesamt wurden 207.697 SET-Zyklen (4.544 nach PGT und 203.153 nach Nicht-PGT-IVF) analysiert.
Die Lebendgeburtenrate pro Embryotransfer betrug 31,9 % nach PGT und 26,9 % nach Nicht-PGT-IVF. Die Inzidenz der zygotischen Spaltung nach PGT betrug 2,4 % gegenüber 1,5 % nach Nicht- PGT-IVF. Es bestand ein signifikant höheres Risiko einer zygotischen Spaltung mit PGT im Vergleich zu Nicht-PGT-IVFZyklen. DM
Quelle: Kamath MS et al.: Zygotic splitting following embryo biopsy: a cohort study of 207 697 single-embryo transfers following IVF treatment. BJOG 2020; 127(5): 562-69

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