Bakterien in der Krebstherapie | Gyn-Depesche 5/2019

Einsatz zur Therapieoptimierung

In einem Review wird der Gebrauch von Bakterien als Anti-Tumor-Medikation für die Optimierung der Krebsbehandlung thematisiert. Vorteile und Nachteile des therapeutischen Einsatzes von Bakterien in der Krebsbehandlung werden diskutiert.
Die einmalige Pathophysiologie der soliden Tumoren ist die größte Hürde der traditionellen onkologischen Therapien. Mit der Bakterien-Therapie konnten aufgrund ihrer hohen Spezifität, der Möglichkeit der Kontrolle nach Administration und der onkolytischen Eigenschaften erstaunliche Effekte erzielt werden.
Beispielsweise werden in der Molekularbiologie Escherichia-coli-Stämme seit mehr als 30 Jahren für die Produktion rekombinanter Proteine verwendet. Diese Stämme könnten auch für den Transport von Tumorantigenen in dendritische Zellen verwendet werden.
In einer neueren Studie wurde gezeigt, dass eine Kombination von PAMPs (Pathogen- assoziierte molekulare Muster) solide Tumoren in krebskranken Mäusen eradizieren kann. Ebenfalls möglich ist der Einsatz von bakteriellen Toxinen oder Enzymen. Diese können neben ihrer natürlichen Toxizität auch für die Expression von Tumor-spezifischen Antigenen, Gentransfer, RNA-Störungen und die Pro- drug-Spaltung verwendet werden. SI
Quelle: Sedighi M et al.: Therapeutic bacteria to combat cancer; current advances, challenges, and opportunities. Cancer Med 2019; doi: 10.1002/cam4.2148

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