Therapie-Optionen | Gyn-Depesche 3/2020

Endometriumschutz bei HRT

In der im Januar 2020 veröffffentlichten S3-Leitlinie „Peri- und Postmenopause – Diagnostik und Interventionen“ wird menopausalen, nicht hysterektomierten Frauen eine Östrogen-Monotherapie nicht empfohlen, da die alleinige Gabe von Östrogenen das Risiko für eine Endometriumhyperplasie sowie für die Entstehung einer endometrialen Präkanzerose erhöht. Wird das Östrogen mit einem Gestagen kombiniert, steigt das Risiko für die Entstehung eines Endometriumkarzinoms nicht, sofern die Behandlungsdauer weniger als fünf Jahre beträgt. Daher empfifiehlt die S3-Leitlinie eine kombinierte Östrogen-Gestagen- Therapie bei nichthysterektomierten Frauen. In der sogenannten PEPI-Studie hat sich in diesem Zusammenhang mikronisiertes, bioidentisches Progesteron als wirksam und effektiv herausgestellt. Progesteron weist gegenüber synthetischen Gestagenen einige Vorteile in der physiologischen Wirkung auf, so werden beispielsweise weder der Glucosemetabolismus, noch Blutdruck oder Körpergewicht negativ beeinflflusst. Fortschritte in der Galenik, insbesondere die Mikronisierung der Partikel, führten außerdem zu Verbesserungen der Resorption und ermöglichten eine orale Therapie mit bioidentischem Progesteron. Famenita® 200 mg Weichkapseln enthalten mikronisiertes, bioidentisches Progesteron und können somit zum Endometriumschutz als Zusatztherapie einer Östrogensubstitution bei menopausalen, nicht-hysterektomierten Frauen empfohlen werden.
ICD-Codes: N85.0

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