Inoperables Mammakarzinom

Gyn-Depesche 5/2001

First-line-Therapie mit Aromatasehemmer hochwirksam

Auf dem größten amerikanischen Onkologen-Kongress (ASCO) wurden Studienergebnisse vorgestellt, wonach postmenopausale Frauen mit fortgeschrittenem hormonsensiblem Mammakarzinom und schlechter Prognose von der First-line-Therapie mit dem Aromatasehemmer Anastrozol profitieren.

Bei fortgeschrittenem Brustkrebs mit viszeralen Metastasen steht eine Chemotherapie oder bei hormonsensiblen Tumoren eine endokrine Therapie zur Verfügung. Die First-line-Behandlung mit dem Aromatasehemmer Anastrozol ist möglicherweise eine effektive und besser verträgliche Option als bisherige Regime. Im Rahmen zweier Studien waren 1021 Patientinnen mit Anastrozol bzw. Tamoxifen behandelt worden. Die Subgruppenanalyse zeigte, dass der Aromatasehemmer Anastrozol bei hormonsensiblem Brustkrebs mit viszeralen Metastasen Tamoxifen überlegen ist. Nach 24 Wochen betrugen die Raten des klinischen Nutzens 52% für Anastrozol bzw. 42% für Tamoxifen. Bei Patientinnen ohne viszerale Metastasen waren es 66% für Anastrozol bzw. 59% für Tamoxifen. Bereits die kombinierte Auswertung dieser beiden Studien, aus der die viszerale Subgruppe herausgegriffen worden war, ergab, dass Anastrozol bei Frauen mit hormonsensiblen Tumoren in Bezug auf die Zeit bis zur Tumorprogression überlegen wirksam ist. Nach Ansicht von Experten ist Anastrozol auch für die Behandlung von Krebspatientinnen mit hormonsensiblen Tumoren und viszeralen Metastasen als First-line-Therapie gut geeignet. (EJW)

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