Neonatale Darmobstruktion | Gyn-Depesche 7/2006

Früh pränatal diagnostizieren!

Ein neonataler Darmverschluss kann unterschiedlich ausgeprägt sein und verschiedene Ursachen haben. Potenziell letale Komplikationen bei Neugeborenen mit Ileus wie Inhalation von Erbrochenem, Sepsis oder Enterokolitis lassen sich durch schnelle Behandlung vermeiden, vorausgesetzt sie werden rechtzeitig erkannt. Die pränatale Sonographie ist ein effizientes diagnostisches Mittel zur Früherkennung fetaler Darmobstruktionen, da erste Anzeichen einer Fehlbildung des Darms (dilatierte Darmschlingen) bereits beim Feten nachweisbar sind.

Ein neonataler Darmverschluss kann unterschiedlich ausgeprägt sein und verschiedene Ursachen haben. Potenziell letale Komplikationen bei Neugeborenen mit Ileus wie Inhalation von Erbrochenem, Sepsis oder Enterokolitis lassen sich durch schnelle Behandlung vermeiden, vorausgesetzt sie werden rechtzeitig erkannt. Die pränatale Sonographie ist ein effizientes diagnostisches Mittel zur Früherkennung fetaler Darmobstruktionen, da erste Anzeichen einer Fehlbildung des Darms (dilatierte Darmschlingen) bereits beim Feten nachweisbar sind.

Mit Hilfe einer pränatalen Ultra- schalldiag nostik kann eine Vielzahl von Fehlbildungen des Gastrointestinaltraktes wie Duodenalatresie, Intestinalatresie, duodenale Duplikatur, Volvulus und Mekonium-Peritonitis unterschieden werden. Die Anwendung weiterer radiologischer Untersuchungen wie Computertomographie oder Magnetresonanztomographie kann für die verfeinerte Diagnos tik sinnvoll sein.

Die Duodenalatresie ist die am häufigs ten diagnostizierte Ursache einer neonatalen Darmobstruktion (1 von 5000 Lebendgeburten). Sie kann zwischen dem vierten und fünften Schwangerschaftsmonat sonographisch diagnostiziert werden. In 50% der Fälle liegen noch zusätzliche Anomalien (z. B. Trisomie 21) vor. Ein Midgut-Volvulus infolge einer Malrotation ist ein Notfall und muss nach der Geburt sofort operiert werden. Eine fetale Intervention scheint nach derzeitigem Wissensstand jedoch bei keiner der bisher bekannten Anomalien des Gastrointestinaltraktes sinnvoll zu sein. (AK)

Quelle: Shawis, R: Prenatal bowel dilatation and the subsequent postnatal management, Zeitschrift: EARLY HUMAN DEVELOPMENT, Ausgabe 82 (2006), Seiten: 297-303

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