Praxis-Tipp | Gyn-Depesche 5/2019

Hohe Schwankungsbreite bei transabdominaler Messung

Die transabdominal-sonographische Zervixlängenmessung ist in den USA eine häufig eingesetzte Screening-Methode zur Bestimmung des Frühgeburtsrisikos. Die transvaginale Messung schneidet jedoch besser ab.
Ein US-amerikanisches Autorenteam aus New Brunswick (New Jersey) verglich die Genauigkeit zweier Screening-Schemata zur Zervixlängenmessung bei knapp 1.500 Schwangeren ohne besondere Risikofaktoren. In beiden erfolgte routinemäßig eine transabdominale Sonographie in der 20. SSW. Während der ersten Studienphase existierten keine weiteren Vorgaben zur Evaluation des Frühgeburtsrisikos. In der zweiten Hälfte der Studie war eine zusätzliche vaginalsonographische Messung vorgeschrieben, wenn die Zervix transabdominal schlecht darstellbar war oder eine Länge unter 30 mm festgestellt wurde. In beiden Gruppen wurde bei jeweils zwei Frauen (0,3 %) transvaginal eine Zervixlänge unter 25 mm gemessen. Hinsichtlich der Frühgeburtenrate und des mittleren Gestationsalters bei der Entbindung fanden sich keine Unterschiede. Die Autoren kritisierten die geringe Reproduzierbarkeit der transabdominalen Befunde: Bei sechs teilnehmenden Untersuchern ergab sich ein sehr niedriger Korrelationskoeffizient. CW
Quelle: Jayakumaran JS et al.: Transvaginal ultrasound is superior ... Am J Obstet Gynecol 2019; doi: 10.1016/j.ajog.2019.05.051

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