Gyn-Depesche 2/2013

HPV-Test und Biomarker kombinieren

Experten sehen Verbesserungsbedarf in der Zervixkarzinom-Vorsorge. Neue Strategien wie die HPV-Testung sowie Biomarker-Nachweise sind Optionen, die spezifisch und sensitiv genug sind, um Risiken aufzudecken als auch vor Überbehandlung zu schützen.

Nach wie vor sterben zu viele Frauen an Zervixkarzinom, erinnerte Prof. Herbert Pfister, Köln. Er forderte, die Vorsorge weiter zu verbessern. Es geht um die Optimierung von Screening, Triage und Diagnose höhergradiger zervikaler Läsionen (CIN2+). Mit drei validierten Tests könnte beantwortet werden, welche Frau ein Risiko hat, welche Frau erkrankt ist und welche nicht.

Für eine optimierte Risikostratifizierung ist ein nach den Kriterien der Expertenleitlinie validierter HPV-Test1) geeignet. Er identifiziert alle HPV-Genotypen mit individuellen Ergebnissen für die Hochrisikotypen HPV 16 und HPV 18, so Pfister. In der Zulassungsstudie ATHENA war er in der Abklärung grenzwertiger zytologischer Befunde ebenso sensitiv und spezifisch wie der Hybrid-Capture-2-Test. Zudem erlaubt er dank seiner parallelen Genotypisierung bereits bei unauffälligem PAP-Befund eine sofortige Risikostratifizierung.

Ein Nachweis von Transformation und Proliferation HPV-infizierter Zellen ist mit dem Nachweis der Proteine p16 und KI-67 möglich2). Bei Positivität ist die Kolposkopie indiziert. Der Pathologe kann bei der akkuraten Diagnose höhergradiger zervikaler Läsionen in Biopsien wiederum mit einem p16-Test3) unterstützt werden. Ay

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