Schilddrüsenkarzinom | Gyn-Depesche 2/2020

Kein Fertilitätsverlust durch Radiojodtherapie

Patientinnen mit einem Schilddrüsenkarzinom weisen nach Radiojodtherapie erniedrigte Anti-Müller-Hormon(AMH)-Werte auf. Ist die ovarielle Reserve danach auch langfristig reduziert?
Bei 89 prämenopausalen Frauen nach einem difffferenzierten Schilddrüsenkarzinom wurde in der frühen Follikularphase der AMH-Spiegel bestimmt. Nach der im Schnitt 6,7 Jahre zurückliegenden Thyreoidektomie hatten 59 Patientinnen eine zusätzliche Radiojodtherapie erhalten. In allen Gruppen zeigte sich eine inverse Beziehung zwischen dem AMH-Wert und dem Alter sowie zwischen dem AMH- und dem FSH-Spiegel. In gleichem Zeitabstand nach der Primärtherapie unterschied sich der AMHWert bei Frauen mit oder ohne Radiojodtherapie nicht signififikant. Ebenso die Schwangerschaftsrate, die bei 62 bzw. 47 % lag. Fazit: Zwar sinkt der AMH-Spiegel nach einer Radiojodtherapie, das hat aber auf die langfristige ovarielle Reserve und die Fertilität der betroffffenen Frauen keinen Einflfluss. CW
Quelle: Mittica M et al.: Cross-sectional and prospective study on anti-Müllerian hormone changes in a cohort of pre-menopausal women with a history of differentiated thyroid cancer. Thyroid Research 2020; doi: 10.1186/s13044-020-0075-z

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