Menstruations-Beschwerden | Gyn-Depesche 4/2020

Mind-Body-Intervention gegen primäre Dysmenorrhoe

Menstruationsbeschwerden ohne erkennbare medizinische Ursache, bekannt als primäre Dysmenorrhoe (PD), sind die häufigste Ursache für Schul- und Arbeitsausfälle. Könnten Mind-Body-Interventionen helfen?
Firstline-Behandlungen für PD beinhalten typischerweise orale Kontrazeptiva oder nichtsteroidale Antiphlogistika. Eine offene Studie überprüfte Mind-Body-Interventionen bei jungen Frauen mit mäßiger bis schwerer primärer Dysmenorrhoe und überprüfte die Durchführbarkeit, Akzeptanz sowie Wirksamkeit.
Insgesamt erhielten 20 junge erwachsene Frauen fünf 90- minütige Mind-Body-Interventionssitzungen. Diese waren wie folgt strukturiert:
Sitzung 1: Einführung in Gruppentherapieverfahren, Psychoedukation über den Menstruationszyklus und Schmerz, Einführung in die Achtsamkeit. Sitzung 2: Einführung zu automatischen Schmerzgedanken und zu Entkatastrophisieren, Achtsamkeitsfähigkeiten. Sitzung 3: Entkatastrophisieren automatischer Schmerzgedanken. Sitzung 4: Identifizieren und Anwenden, progressive Muskelentspannung. Sitzung 5: Feedback, Überprüfung des gelernten Materials, Vorbeugung. Es zeigte sich, dass die Teilnehmer über signifikant geringere Menstruationsschmerzen nach der Behandlung und im Follow-up berichteten verglichen zum Ausgangswert. DM
Quelle: Payne LA et al.: An open trial of a mind-body intervention for young women with moderate to severe primary dysmenorrhea. Pain Med 2020; 21(7): 1385-92
ICD-Codes: N94.6

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