Leistungskraft | Gyn-Depesche 6/2019

Nach vorzeitiger Menopause steigt Gebrechlichkeit

Bei Frauen bauen die körperlichen Funktionen im Alter schneller ab als bei Männern. Inwieweit wirkt sich das Menopausenalter darauf aus?
Aus der „Canadian Longitudinal Study on Ageing“ gingen die Daten von 9.920 postmenopausalen Frauen hervor. Frauen mit einer Hysterektomie vor der Menopause waren ausgeschlossen. Anhand des Alters beim Ausbleiben der Menstruationsblutung unterteilte man die Teilnehmerinnen in fünf Gruppen: vor dem 40. Lebensjahr (vorzeitig), zwischen 40 und 44 Jahren (früh), zwischen 45 und 49 Jahren, zwischen 50 und 54 Jahren (Referenz) und nach dem 54. Lebensjahr. Im Durchschnitt erreichten die Frauen ein Gehtempo von knapp 1 m/s und eine Handkraft von 26,6 kg. In nicht-adjustierten Analysen zeigten beide Parameter eine signifikante Assoziation mit dem Menopausenalter. Bezog man allerdings potenzielle Störfaktoren wie das Alter, den Wohnort, die Körpergröße, den BMI und eine eventuelle Hormontherapie in die Auswertung ein, so fand sich kein Zusammenhang mehr mit der Griffstärke. Erhalten blieb dagegen auch in der Multivarianzanalyse eine um 5,5 % verringerte Ganggeschwindigkeit bei Frauen mit einer vorzeitigen Menopause, was als Indiz für eine erhöhte Gebrechlichkeit gewertet wurde. Diese Frauen könnten daher von einer Verbesserung der Körperfunktionen profitieren – zum Beispiel durch mehr sportliche Aktivität. CW
Quelle: Velez MP et al.: Age at natural menopause and physical functioning ... Menopause 2019; 26: 958-65

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