Ernährung und Krebs | Gyn-Depesche 4/2020

Nahrungsergänzungsmittel zeigen positiven Effekt

Nach der Diagnose einer Krebserkrankung nutzen mehr als 50 % der überlebenden Patienten Nahrungsergänzungsmittel. Nun wurde der Zusammenhang mit dem Überleben bei verschiedenen Krebsarten, unter anderem Brustkrebs, untersucht.
Bisher untersuchten nur wenige Studien den Zusammenhang von Nahrungsergänzungsmitteln mit dem Überleben von Brustkrebs. Deshalb wurde nun eine Metaanalyse von Beobachtungsstudien und kontrollierten Untersuchungen durchgeführt, die alle Krebsarten einschloss. Bei den Nahrungsergänzungsmitteln lag der Fokus auf Antioxidanzien wie Vitamin A, C und E, Multivitaminpräparaten, Kalzium und Vitamin D.
Im Vergleich zu Patienten, die auf die Einnahme verzichteten, wurde bei der Einnahme von Kalzium ein geringeres Risiko von 12 % in der Gesamt-Mortalität gefunden. Bei Vitamin D verringerte sich dieses Risiko um 16 %. Die Kalzium-Einnahme war außerdem negativ assoziiert mit der Krebssterblichkeit und speziell mit der Mortalität bei Kolonrektalkarzinom. Bei Brustkrebs-Patientinnen wurde für die Vitamine C, D und E ein reduziertes Mortalitätsrisiko beobachtet sowie ein geringeres Rezidivrisiko für die Vitamine C und E und Multivitaminpräparate.
Einschränkend wird auf die kleine Zahl der analysierten Studien verwiesen und die noch kleinere Zahl an berücksichtigten kontrollierten Studien. VW
Quelle: Kanellopoulou A et al.: Dietary supplement use after cancer diagnosis in relation to total mortality, cancer mortality and recurrence ... Nutr Cancer 2020; 1-15

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