Hypermenorrhoe – objektiviert | Gyn-Depesche 2/2016

Neuer, validierter Fragebogen zum Download

Als wie stark eine Patientin ihre Menstruationsblutung empfindet, hängt nicht nur vom objektiv messbaren Blutverlust ab, sondern auch von der Einschränkung der Lebensqualität. Um diese zu beurteilen, entwickelten Wissenschaftler einen neuen Fragebogen.

Der „Menstrual Bleeding Questionnaire“ (MBQ) enthielt in einer ersten Testversion 34 Fragen zu den Bereichen Stärke und Unregelmäßigkeit der Monatsblutungen, Schmerzen und Einfluss auf die Lebensqualität innerhalb der letzten vier Wochen. In einer Pilotphase wurde die Verständlichkeit und Vollständigkeit der Fragen bei zehn Patientinnen mit abnormen Uterusblutungen getestet. An einer ersten Validierungsstudie nahmen 38 Frauen teil, von denen 30 nach eigenen Angaben an starken Menstruationsblutungen litten. Es zeigte sich, dass die retrospektiv erhobenen MBQ-Scores sehr gut mit den prospektiven Werten korrelierten.
In der finalen Version wurde die Zahl der Fragen auf 20 reduziert. Eine zweite Validierungsstudie mit 144 Teilnehmerinnen bestätigte, dass der MBQ klar zwischen Frauen mit und ohne starke Regelblutungen unterschied (mittlerer Score 30,8 versus 10,6). Die Autoren halten ihn daher für ein geeignetes Instrument, um die Effektivität einer Hypermenorrhoe-Behandlung zu überprüfen. Auch die Objektivierbar- und Vergleichbarkeit von Studienergebnissen könnte so verbessert werden.
Den original MBQ-Fragebogen haben wir für Sie übersetzt und online unter folgendem Link bereitgestellt: www.bit.ly/1XHFHDr (Groß-/ Kleinschreibung beachten). CW

Quelle:

Matteson KA et al.: The menstrual bleeding questionnaire: ... BJOG 2015; doi: 10.1111/1471- 0528.13273

ICD-Codes: N92.0

Das könnte Sie auch interessieren

Alle im Rahmen dieses Internet-Angebots veröffentlichten Artikel sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen und Zweitveröffentlichungen, vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung, Verlinkung oder Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verlags.