Vitamin D und Folat | Gyn-Depesche 1/2019

Neues zur richtigen Supplementation

Viele Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch denken darüber nach, welche Vitamine und Spurenelemente für das gewünschte oder bereits gezeugte Kind wichtig sein könnten. Zur richtigen Supplementation von Vitamin D und Folat gibt es nun neue Daten.

Normalerweise korrelieren Gesamt- und freies 25(OH)D eng miteinander. Prof. Stefan Pilz, Graz, stellte auf einer Veranstaltung von Merck Selbstmedikation im Rahmen des DGGG-Kongresses dazu neue Daten vor. Danach korreliert der Gesamt-Serumspiegel von 25(OH)D bei Einnahme hormoneller Kontrazeptiva und in der Schwangerschaft eben nicht mit der freien Vit.-D-Form. Das führt dazu, dass der Vit.-D-Spiegel (gemessen als Gesamt-25(OH)D) bei diesen Frauen überschätzt wird und bei Absetzen der Kontrazeptiva der Vitamin-D-Wert um etwa 26 % abfällt. Pilz empfiehlt daher eine tägliche Supplementation von 800 bis 1.000 IE Vitamin D vor, während und nach der Schwangerschaft. Prof. Rima Obeid, Homburg, präsentierte aktuelleDaten, nach welchen fast 90 % aller Frauen im gebärfähigen Alter in Deutschland eine unzureichende Erythrozyten-Folat-Konzentration aufweisen, wenn sie nicht supplementieren. Der für die Prävention von folatsensitiven Neuralrohrdefekten nötige Schwellenwert von > 906 nmol/l ist im Schnitt schon nach einer vierwöchigen Folat-Einnahme von 800 μg/Tag erreichbar, so Obeid. CB

Quelle:

Fachpressekonfernz:„Breaking News zu Folat und Vitamin D: Welche neuen Perspektiven bringt eine ausreichende Versorgung bei Kinderwunsch und Schwangerschaft?“, Berlin, 2.11.2018

 

ICD-Codes: Z31.-

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