Riesen-Prolaktinom | Gyn-Depesche 2/2020

Schwanger dank Dopaminagonist

Russische Mediziner präsentierten den Fall einer Patientin mit Hyperprolaktinämie aufgrund eines ungewöhnlich großen Hypophysenadenoms.
Bei einer 32-jährigen Kinderwunsch- Patientin mit primärer Amenorrhoe und einem Prolaktinwert von 154.150 mIU/l offffenbarte das Schädel-MRT ein Hypophysenadenom von 6,2 cm Durchmesser. Es war bereits in die Sinus sphenoidalis, cavernosus und ethmoidalis eingewachsen. Zur Reduktion der Prolaktinsekretion erhielt die Frau den Dopaminagonisten Cabergolin mit 0,25 mg zweimal wöchentlich. Diese Dosis wurde auf 1 mg pro Woche gesteigert.
Nach drei Monaten war der Tumor bereits deutlich geschrumpft; der Prolaktinspiegel normalisierte sich innerhalb eines halben Jahres. Nach 18-monatiger Therapie wurde die Patientin schwanger. In der 38. SSW gebar sie ein gesundes Kind ohne Anzeichen einer intrauterinen Wachstumsrestriktion oder anderer Entwicklungsstörungen.
Trotz Therapieunterbrechung vergrößerte sich der Tumorrest im Sinus cavernosus in den Schwangerschaften nicht. Danach erhielt die Patientin weiterhin 0,5mg Cabergolin pro Woche. Der Tumor blieb in Remission. CW
Quelle: Astaf´eva LI et al.: Restoration of fertility in a woman with giant prolactinoma in response to cabergoline treatment. J Endocrinol Diabetes Metab Case Rep 6; 2019

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