COVID-19 | Gyn-Depesche 4/2020

Sex im Lockdown

Sexuelle Aktivität kann die körperliche Gesundheit und das psychische Wohlergehen fördern. Wie sieht es damit in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und Social Distancing aus?
Während des Lockdowns nahmen 868 Männer und Frauen in Großbritannien an einer Online-Umfrage teil. 55 % waren verheiratet oder lebten in einer häuslichen Partnerschaft. Nur knapp 40 % gaben jedoch an, während der im Mittel seit neun Tagen bestehenden Selbstisolation mindestens einmal pro Woche sexuell aktiv gewesen zu sein.
Eine höhere Quote fand sich bei Männern, Verheirateten, jüngeren Menschen und denjenigen, die Alkohol tranken. Auch eine feste Anstellung, ein höheres Einkommen und eine bereits seit mehr als elf Tagen bestehende Ausgangsbeschränkung förderten das Sexualleben. Möglicherweise, so spekulierten die Autoren, werden mit zunehmender Dauer des Lockdowns sexuelle Handlungen auch als Mittel zur Reduktion von Stress genutzt. Weil sexuelle Aktivität die negativen Auswirkungen der häuslichen Isolation und des Social Distancing zumindest zum Teil auffangen könnte, plädieren die Autoren dafür, dies speziell bei älteren Menschen, Frauen und Nichtverheirateten gezielt anzusprechen. Wie genau das während der Selbstisolation umgesetzt werden könnte, war nicht Gegenstand der Studie. CW

Alle im Rahmen dieses Internet-Angebots veröffentlichten Artikel sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen und Zweitveröffentlichungen, vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung, Verlinkung oder Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verlags.

Ihr Zugang zu exklusiven Inhalten für Fachkreise

Login für Fachkreise

Neu registrieren

Passwort vergessen?