Praxis-Tipp | Gyn-Depesche 1/2020

Verbesserte Diagnostik bei menstrueller Migräne ohne Aura

Neues mathematisches Modell ermöglicht spezifischere Diagnose der Menstruationsmigräne.
In der Internationalen Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen (ICHD3) sind die diagnostischen Kriterien für menstruelle Migräne ohne Aura festgelegt. Dazu gehört, dass Menstruationsbeschwerden in einem Zeitfenster von fünf Tagen (zwei Tage vor Menstruation bis zum dritten Tag der Menstruation) in mindestens zwei Drittel aller Zyklen auftreten müssen. Es hat sich gezeigt, dass dieses Kriterium zwar genau, aber nicht spezifisch ist. Um die Spezifität sicherzustellen, wurden in einer Untersuchung nur Frauen eingeschlossen, bei denen das Auftreten von Migräne im Zusammenhang mit Menstruation mehr als nur zufällig ist. Unter Verwendung einer Markov-Kette wurden in einem Modell statistische Kriterien zur Diagnose der Menstruationsmigräne (sMM; statistical criterion to diagnose menstrual migraine) entwickelt. Die Analyse von Migränetagebüchern mittels 2/3-Kriterium und dem sMM-Modell zeigte, dass die Auswertung mit sMM-Methode dem 2/3-Modell überlegen war und eine höhere Genauigkeit lieferte. DM
Quelle: Barra M et al.: Identifying menstrual migraine – improving the diagnostic criteria using a statistical method. J Headache Pain 2019; 20:95, DOI 10.1186/ S10194-019-1035-7
ICD-Codes: G43.0

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