Monatliche Blutung unter oralen Kontrazeptiva

Gyn-Depesche 5/2004

Viele Frauen würden gerne darauf verzichten

Durch eine kontinuierliche Einnahme von oralen Kontrazeptiva lässt sich die Menstruation über mehrere Monate unterdrücken. Welche Einstellung haben hierzu in Deutschland Frauen und Gynäkologen und wie sind die praktischen Erfahrungen?

Eine repräsentative Umfrage bei 1195 Frauen von 15 bis 49 Jahren ergab folgendes Bild: Nur 26 bis 35% der Frauen legten Wert auf die monatliche Blutung. 37 bis 46% würden am liebsten völlig darauf verzichten, zugunsten besserer Hygiene, höherer Lebensqualität, fehlender Beschwerden und geringerem Blutverlust. 32 bis 54% waren bereit, die Menstruation zumindest sporadisch durch die Einnahme oraler Kontrazeptiva zu unterdrücken. Von 1152 Gynäkologen hatten fast alle (99,5%) schon einmal orale Kontrazeptiva zur Unterdrückung der Menstruation verschrieben, allerdings meist aus rein medizinischen Gründen wie Menstruationsbeschwerden oder Endometriose. Von 30 Frauen, die über sechs Monate kontinuierlich orale Kontrazeptiva einnahmen, gab die Mehrheit diesem Regime den Vorzug, auch wenn es vor allem anfangs vermehrt zu Zwischenblutungen kam.

Quelle: Wiegratz, I: Attitude of german women and gynecollogists towards lond-cycle treatment with oral aontraceptives, Zeitschrift: CONTRACEPTION, Ausgabe 69 (2004), Seiten: 37-42
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