Thema Brustkrebs | Gyn-Depesche 5/2000

"Was sagen Sie einem Laien?"

Frage: Gibt es eine wirkliche Vorsorge? Wie bei allen Krebserkrankungen gibt es auch beim Brustkrebs keine Vorsorge, sondern nur eine Früherkennung.Durch die modernen Mammographie- und Ultraschallgeräte kann heute bereits ein Brustkrebs mit einer Größe von 0,5 cm entdeckt werden. Bei dieser Größe ist der Befund meist nicht durch die Patientin oder durch den behandelnden Gynäkologen bzw. die Gynäkologin zu tasten. In Deutschland erkranken jährlich 46 000 Frauen an Brustkrebs, jedes Jahr sterben 18 000 Frauen daran, das sind 49 Frauen täglich. Eine Früherkennung durch die Selbstuntersuchung der Brust, der ärztlichen Untersuchung sowie der Mammographie und Sonographie ist somit von entscheidender Bedeutung, um die Überlebenschancen der an Brustkrebs erkrankten Frauen zu erhöhen. Die Selbstuntersuchung der Frau ist ab dem 30. Lebensjahr ein wesentlicher Bestandteil der Früherkennungsuntersuchung. Die erste Mammographie sollte bei Risikopatientinnen (Mutter an Brustkrebs erkrankt) mit dem 30. Lebensjahr erfolgen, bei den übrigen Frauen im 35. Lebensjahr. Frage: Hat sich in letzter Zeit entscheidend Neues in der Therapie-Strategie getan? Da jede achte bis neunte Frau an einem Mammakarzinom erkrankt, wird sehr viel über Brustkrebs geforscht. Nicht immer haben diese Forschungen zu den Erfolgen geführt, die man erwartete (z.B. Hochdosis-Chemotherapie). Ein neues Therapiekonzept ist die neoadjuvante Chemotherapie, d.h. dass vor der Operation ein großer Tumor durch die Chemotherapie verkleinert wird, um die Patientin eventuell brusterhaltend operieren zu können. In der postoperativen Therapie sind die Chemotherapie und die Anti-Hormontherapie weiterhin die etablierten Therapieschritte. Frage: Setzen sich brusterhaltende Operationen überall durch? Die Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte hat gezeigt, dass sich die brusterhaltende Operation immer mehr durchsetzt und derzeit ca. 60% der Patientinnen durch diese weniger belastenden Operationsverfahren operiert werden können. Zu dieser brusterhaltenden Therapie gehört jedoch uneingeschränkt die anschließende Bestrahlung der erkrankten Brust. Eine brusterhaltende Therapie kann nicht durchgeführt werden, wenn es sich um einen sehr großen Tumor handelt, wenn mehrere Tumorherde in der Brust vorhanden sind oder wenn sich neben dem invasiven Karzinom auch noch an verschiedenen Stellen der Brust Krebsvorstufen befinden. Hinweis für Krebsvorstufen ist häufig Mikrokalk, der sich nur in der Mammographie darstellen lässt. Frage: Sind Frauen jeden Alters gleich gefährdet? 20-25% aller Mammakarzinome werden vor dem 50. und 60. Lebensjahr manifest. Der Erkrankungsgipfel liegt jedoch zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Bösartige Knoten sind bei jungen Frauen sehr viel schwerer festzustellen als bei älteren Frauen, da bei ihnen das Gewebe dichter und fester ist. Frage: Ist die Mammographie gefährlich? Das Risiko, durch eine Mammographie ein Mammakarzinom zu bekommen, ist so einzuschätzen wie das Risiko, durch drei Zigaretten täglich an einem Lungenkrebs zu erkranken, also sehr niedrig!

Frage: Gibt es eine wirkliche Vorsorge? Wie bei allen Krebserkrankungen gibt es auch beim Brustkrebs keine Vorsorge, sondern nur eine Früherkennung.Durch die modernen Mammographie- und Ultraschallgeräte kann heute bereits ein Brustkrebs mit einer Größe von 0,5 cm entdeckt werden. Bei dieser Größe ist der Befund meist nicht durch die Patientin oder durch den behandelnden Gynäkologen bzw. die Gynäkologin zu tasten. In Deutschland erkranken jährlich 46 000 Frauen an Brustkrebs, jedes Jahr sterben 18 000 Frauen daran, das sind 49 Frauen täglich. Eine Früherkennung durch die Selbstuntersuchung der Brust, der ärztlichen Untersuchung sowie der Mammographie und Sonographie ist somit von entscheidender Bedeutung, um die Überlebenschancen der an Brustkrebs erkrankten Frauen zu erhöhen. Die Selbstuntersuchung der Frau ist ab dem 30. Lebensjahr ein wesentlicher Bestandteil der Früherkennungsuntersuchung. Die erste Mammographie sollte bei Risikopatientinnen (Mutter an Brustkrebs erkrankt) mit dem 30. Lebensjahr erfolgen, bei den übrigen Frauen im 35. Lebensjahr. Frage: Hat sich in letzter Zeit entscheidend Neues in der Therapie-Strategie getan? Da jede achte bis neunte Frau an einem Mammakarzinom erkrankt, wird sehr viel über Brustkrebs geforscht. Nicht immer haben diese Forschungen zu den Erfolgen geführt, die man erwartete (z.B. Hochdosis-Chemotherapie). Ein neues Therapiekonzept ist die neoadjuvante Chemotherapie, d.h. dass vor der Operation ein großer Tumor durch die Chemotherapie verkleinert wird, um die Patientin eventuell brusterhaltend operieren zu können. In der postoperativen Therapie sind die Chemotherapie und die Anti-Hormontherapie weiterhin die etablierten Therapieschritte. Frage: Setzen sich brusterhaltende Operationen überall durch? Die Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte hat gezeigt, dass sich die brusterhaltende Operation immer mehr durchsetzt und derzeit ca. 60% der Patientinnen durch diese weniger belastenden Operationsverfahren operiert werden können. Zu dieser brusterhaltenden Therapie gehört jedoch uneingeschränkt die anschließende Bestrahlung der erkrankten Brust. Eine brusterhaltende Therapie kann nicht durchgeführt werden, wenn es sich um einen sehr großen Tumor handelt, wenn mehrere Tumorherde in der Brust vorhanden sind oder wenn sich neben dem invasiven Karzinom auch noch an verschiedenen Stellen der Brust Krebsvorstufen befinden. Hinweis für Krebsvorstufen ist häufig Mikrokalk, der sich nur in der Mammographie darstellen lässt. Frage: Sind Frauen jeden Alters gleich gefährdet? 20-25% aller Mammakarzinome werden vor dem 50. und 60. Lebensjahr manifest. Der Erkrankungsgipfel liegt jedoch zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr. Bösartige Knoten sind bei jungen Frauen sehr viel schwerer festzustellen als bei älteren Frauen, da bei ihnen das Gewebe dichter und fester ist. Frage: Ist die Mammographie gefährlich? Das Risiko, durch eine Mammographie ein Mammakarzinom zu bekommen, ist so einzuschätzen wie das Risiko, durch drei Zigaretten täglich an einem Lungenkrebs zu erkranken, also sehr niedrig!

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