Myomtherapie mit Uteruserhalt | Gyn-Depesche 6/2018

Welche Methode?

Myome kommen bei 20 bis 40% der Frauen im reproduktiven Alter vor. Wenn sie Beschwerden machen, die Fertilität aber erhalten werden soll, kommen verschiedene Optionen uterusschonender Interventionen in Betracht. Sehr unterschiedlich sind auch die Ergebnisse.
Die Myomektomie ist die klassische Form der uteruserhaltenden Chirurgie. Aber auch die Uterusarterien-Embolisation wird schon seit mehr als drei Jahrzehnten praktiziert. Neuere Techniken sind die Radiofrequenz-Ablation, die laparoskopische Ligatur und die Kryoablation. Die jüngste Entwicklung ist die Ablation mit hochintensivem fokussiertem Ultraschall.
Im Rahmen einer Literaturrecherche versuchten Gynäkologen die verschiedenen Methoden miteinander zu vergleichen. Insgesamt wurden 85 Studien mit 17 789 Teilnehmerinnen analysiert. Das Reinterventionsrisiko über einen Zeitraum von 60 Monaten betrug 12,2% für die Myomektomie, 14,4% für die Uterusarterien-Embolisation, 53,9% für fokussierten Ultraschall und 7% für hysteroskopische Interventionen. Für andere Behandlungsmodalitäten lagen keine Daten vor. Die Lebensqualität verbesserte sich nach allen Therapieoptionen. Die Ultraschall-Methode schnitt im Vergleich auch in dieser Hinsicht am schlechtesten ab.
Diese Informationen sollen dem Arzt bei der Beratung seiner Patientinnen in der Praxis dienlich sein. WE

Quelle: Sandberg EM et al.: Reintervention risk and quality of life outcomes after uterine-sparing interventions for fibrinoids: a systematic review and meta-analysis. Fertil Steril 2018; 109: 698-707
ICD-Codes: D25.9

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