Verhütungsberatung | Gyn-Depesche 3/2019

Wissenslücken bei Diabetikerinnen

Werden Diabetespatientinnen ungeplant schwanger, ist das Risiko maternaler und fetaler Komplikationen erhöht. Der Beratungsbedarf ist deshalb hoch.

In einer Umfrage unter 107 Frauen, die an einem Typ-1- oder Typ-2-Diabetes litten, gaben 83,4 % an, sich ihres erhöhten Komplikationsrisikos im Falle einer Schwangerschaft bewusst zu sein. Beim Wissen über adäquate Kontrazeptionsmethoden zeigten sich aber Lücken. Zwar hielten drei Viertel der Befragten die Pille bei Diabetes für sicher, bezüglich der Eignung von IUD waren sich aber mehr als 60 % unsicher. Die meisten der sexuell aktiven Frauen verhüteten mit Kondomen (87,2 %) oder kombinierten oralen Kontrazeptiva (74,4 %).
Im Gegensatz zur Pille sind subdermale Implantate und IUD auch bei Patientinnen mit Nephropathie, Retinopathie, Neuropathie oder anderen vaskulären Erkrankungen nicht kontraindiziert. Um ungeplante Schwangerschaften bei Diabetespatientinnen zu vermeiden, sollten diese Optionen daher die Wahl für eine sichere Kontrazeption bei diabetischen Frauen darstellen. Eine proaktive Beratung sollte jährlich erfolgen. CW

Alle im Rahmen dieses Internet-Angebots veröffentlichten Artikel sind urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen und Zweitveröffentlichungen, vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung, Verlinkung oder Weiterverbreitung in jedem Medium als Ganzes oder in Teilen bedarf der schriftlichen Zustimmung des Verlags.

Ihr Zugang zu exklusiven Inhalten für Fachkreise

Login für Fachkreise

Neu registrieren

Passwort vergessen?