| Gyn-Depesche 2/2006

Adenomyosis uteri beeinträchtigt Fertilität

Welche Rolle die Adenomyosis uteri, die vor allem Frauen ab den späten Dreißigern betrifft, für die Fertilität spielt, fragten griechische Gynäkologen.

Bei der Adenomyosis uteri handelt es sich um eine Hyperplasie des Myometriums, die durch eine Endometriose stimuliert wurde. Die Häufigkeit steigt etwa ab dem 35. Lebensjahr deutlich an. Rund 35% der Patientinnen sind asymptomatisch. In den übrigen Fällen kommt es etwa eine Woche vor der Menstruation zu abnormalen Blutungen (50%), sekundärer Dysmenorrhö (30%) und einer Vergrößerung des Uterus. Seltenere Symptome sind Dyspareunie und chronische Unterleibsschmerzen. Häufigkeit und Ausmaß der Beschwerden korrelieren mit Umfang der Adenomyosis. Während man bislang annahm, dass vor allem Multiparae eine Adenomyosis uteri entwickeln, kristalliert sich mit dem steigenden Alter der Gebärenden auch ein Zusammenhang zwischen Fertilitätsproblemen und einer Adeno­myosis uteri heraus.

Angesichts der Fortschritte, die die nichtinvasive Diagnostik in den letzten Jahren gemacht hat, und der nicht-chi­rurgischen Therapiemöglichkeiten sollte der Zusammenhang zwischen Fertilitätsproblemen und Adenomyosis uteri in größeren Studien untersucht werden.(UB)

Quelle: Matalliotakis, IM: Adenomyosis: what is the impact on fertility?, Zeitschrift: CURRENT OPINION IN OBSTETRICS AND GYNECOLOGY, Ausgabe 17 (2005), Seiten: 261-264

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