Strahlentherapie | Gyn-Depesche 6/2019

Anwendung und Zukunft der palliativen Situation

Die palliative Strahlentherapie hat sich zu einem eigenen hocheffektiven Bereich entwickelt. Neue Daten in der palliativen Situation zeigen eine Besserung der Symptome, der krankheitsfreien Zeit und des Gesamtüberlebens bei Patienten mit Oligometastasierung.
Die Ziele und damit auch die Behandlungsansätze der palliativen vs. der kurativen Strahlentherapie waren bisher sehr verschieden. So wurden in der palliativen Situation nur symptomatische Läsionen strahlentherapeutisch behandelt. Das soll sich in Zukunft ändern, weshalb ein zusätzlicher Fokus auf die Symptombefreiung und -prävention, die lokale Tumorkontrolle und eine mögliche Heilung gelegt werden soll.
Der Effekt der Radiatio auf das krankheitsfreie Überleben (DFS) und das Gesamtüberleben (OS) bestätigt dieses Vorgehen bei oligometastasierter Erkrankung. So wurde bei Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom und ≤ 3 Metastasen durch die Radiation aller Läsionen vs. keiner zusätzlichen Behandlung das mediane DFS von 4,4 auf 14,2 Monate und das mediane OS von 17 auf 41,2 Monate verlängert.
Die zukünftige Strahlentherapie wird viele technische Fortschritte mit sich bringen. Dennoch müssen neue Systeme für den Einsatz validiert werden und die Therapie muss bezahlbar bleiben. Letzteres ist in der palliativen Situation auch eine Frage der Einstellung des Patienten, seines Umfelds und des Gesundheitssystems. SI
Quelle: Lutz ST et al.: Palliative radiotherapy: History, recent advances, and future directions. Ann Palliat Med 2019; 8(3): 240-5

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