Fettleibigkeit bei Kindern | Gyn-Depesche 2/2019

Beeinflusst die Mutter Adipositas bei Kindern?

Der rasche Anstieg an Fettleibigkeit in den letzten Jahren ist eher veränderten Lebensgewohnheiten als genetisch bedingten Faktoren zuzuschreiben. Die Identifizierung von Maßnahmen zur Vorbeugung von Adipositas stellt deshalb einen Schwerpunkt der Arbeit im Gesundheitswesen dar. Eine Studie aus den USA beschäftigte sich nun mit dem Einfluss des maternalen Lebensstils auf die Entwicklung von Adipositas bei Kindern.
Untersucht wurden Mutter-Kind-Paare, als Ergebnismessung galt das Auftreten von Adipositas bei den Kindern. 5,35 % der Nachkommen entwickelten Fettleibigkeit während der fünf Jahre andauernden Studie. Dabei war das Risiko des Auftretens von Adipositas bei den Kindern um 75 % geringer, die regelmäßige sportlich aktive Mütter hatten, deren Mütter moderat Alkohol konsumierten, nicht rauchten, auf eine hochwertige Ernährung achteten und einen BMI zwischen 18,5 und 24,9 aufwiesen. Noch geringer gestaltete sich das Risiko für Adipositas, wenn Mutter und Kind einen gesunden Lebensstil verfolgten (RR 0,18). Die Tendenz dieser Assoziation ließ sich auch in Untergruppenanalysen zeigen (z. B. Alter und Geschlecht, Risikofaktoren wie Geburtsgewicht oder Geburtskomplikationen). Interessant sind diese Erkenntnisse auch für die Gestaltung von Interventionsstrategien. GH
Quelle:

Dhana K et al.: Association between maternal adherence to healthy lifestyle practices and risk of obesity in offspring: BMJ 2018; 362: k2486

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