Meilensteine der Forschung | Gyn-Depesche 1/2020

Überlebensvorteil durch zielgerichtete Therapien

In einer Übersichtsarbeit fasste eine koreanische Arbeitsgruppe die wichtigsten Ergebnisse der klinischen Forschung des Jahres 2018 in der gynäkologischen Onkologie zusammen.
Von den 19 wichtigsten wissenschaftlichen Errungenschaften auf dem Gebiet der malignen gynäkologischen Tumore erregten zwei besondere Aufmerksamkeit: Die LACC-Studie belegte 2018 beim frühen Zervixkarzinom eine geringere krankheitsfreie und Gesamtüberlebensrate mit minimalinvasiver Chirurgie als bei der offenen Chirurgie (nach drei Jahren 91,2 versus 97,1 % bzw. 93,8 versus 99,0 %).
Die Studie wurde zwar wegen eines vorzeitigen Rekrutierungsstopps, fehlender Generalisierbarkeit und anderen Mängeln kritisiert. Eine retrospektive epidemiologische Studie bestätigte die Ergebnisse jedoch.
Die SOLO1-Studie zeigte bei einer Erhaltungstherapie mit dem PARPInhibitor Olaparib einen erheblichen Überlebensvorteil für Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom und einer BRCA-Mutation nach einer erfolgreichen First-Line-Chemotherapie.
Bei Mammakarzinom-Patientinnen mit einer BRCA1/2-Keimbahnmutation belegte die EMBRACA-Studie eine längere progressionsfreie Überlebenszeit und höhere Ansprechraten durch Talazoparib. CW
Quelle: Kim M et al.: Major clinical research advances in gynecologic cancer in 2018. J Gynecol Oncol 2019; doi: 10.3802/jgo.2019.30.e18
ICD-Codes: C53.9

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