Brustkrebs | Gyn-Depesche 4/2019

Erleichtert Akupunktur die Behandlung?

Aromataseinhibitoren (Al), Eckpfeiler der Brustkrebstherapie, verursachen bei der Hälfte der Frauen unter dieser Hormontherapie aus noch unbekannten Gründen Arthritis-ähnliche Gelenksteifigkeit und Schmerzen, welche oft zum vorzeitigen Abbruch der Therapie führen. Eine vom National Institute of Health finanzierte randomisierte klinische Studie untersuchte nun die Wirksamkeit von Akupunktur bei der Behandlung von chronischen Muskel- Skelett-Schmerzen bei Frauen unter dieser Therapie.
In die Studie, initiiert an elf akademischen Zentren oder klinischen Standorten des Clinical trials Networks des National Cancer Institute, wurden 226 sich unter Hormontherapie befindende postmenopausale Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium eingeschlossen.
In einer Post-hoc-Analyse der Studie zeigte sich bei 58 % der Frauen, die eine echte Akupunktur erhielten, nach sechs Wochen eine Verringerung der Schmerzen um mindestens zwei Punkte bei einer Skala von null bis zehn Punkten, verglichen mit 33,3 % in der Scheinakupunkturgruppe und 31,4 % in der Wartelistenkontrollgruppe. Auch bei vorab festgelegten sekundären Ergebnissen, wie z. B. bei durchschnittlichen Schmerzen, Schmerzschwere und Steifheit, waren nach sechs Wochen echter Akupunktur Verbesserungen zu verzeichnen. GH
Quelle: Abbasi J: Can acupuncture keep women on their breast cancer drugs? JAMA 2018; 320(8): 744-6

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