Menopausale Symptome | Gyn-Depesche 5/2019

Gezielt nach sexuellen Problemen fragen

Forscher evaluierten die Inzidenz einer sexuellen Dysfunktion bei Frauen mit menopausalen Beschwerden und fanden einen positiven Einfluss der Hormonersatztherapie (HRT).
Bei 294 Frauen zwischen 40 und 65 Jahren wurde anhand des Female Sexual Function Index (FSFI) die Sexualfunktion bestimmt. Jeweils etwa die Hälfte der Teilnehmerinnen war peri- bzw. postmenopausal. Rund 80 % litten an menopausalen Beschwerden. Am stärksten ausgeprägt waren urogenitale Probleme, während somatische Symptome – wie Hitzewallungen und Schlafstörungen – eine untergeordnete Rolle spielten.
Bei 70 % der befragten Frauen ermittelte man anhand des FSFI-Scores eine sexuelle Dysfunktion. Die größten Einbußen fanden sich im Bereich der Libido. Menopausale Beschwerden zeigten in allen sechs Domänen des FSFI (Libido, sexuelle Erregung, Lubrikation, Orgasmus, Befriedigung und Schmerzen) einen negativen Einfluss auf den Score. Als signifikante unabhängige Einflussfaktoren erwiesen sich die HRT und somatische Symptome: Bei Frauen ohne HRT mit Beschwerden nicht somatisch-vegetativen Ursprungs stieg das Risiko sexueller Probleme. CW
Quelle: Dabrowska-Galas M et al.: Sexual dysfunction in menopausal women. Sex Med 2019; doi: 10.1016/j. esxm.2019.06.010

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