Anorexia nervosa | Gyn-Depesche 2/2020

Hormonpflaster verbessert Knochendichte von Magersüchtigen

Anorexia nervosa führt bei über 85 % der Patientinnen zu einem Knochenmasseverlust mit erhöhtem Frakturrisiko. Transdermales Östrogen kann dem offenbar entgegenwirken.
Elf erwachsene Frauen mit Anorexia nervosa erhielten ein wöchentliches Hormonpflflaster (0,045 mg/Tag Estradiol plus 0,015 mg/Tag Levonorgestrel). Zusätzlich wurde durch Supplementierung eine ausreichende Versorgung mit Calcium (1.200 mg/Tag) und Vitamin D (400 IE/Tag) sichergestellt. Nach drei und nach sechs Monaten erfolgten Kontrolluntersuchungen. Nach einem halben Jahr war die Knochendichte der Studienteilnehmerinnen in der Lendenwirbelsäule um signififikante 2 % (L1–L4) bzw. 3,2 % (L2–L4) gestiegen. Der Fettgehalt des Knochenmarks im Lumbalbereich sank innerhalb der ersten drei Monate um ebenfalls signififikante 13,9 %. Die Kollagen-Crosslinks-Werte gingen bei beiden Follow-ups signififikant zurück und zeigten eine positive Assoziation mit der Knochendichte. CW
Quelle: Resulaj M et al.: Transdermal estrogen in women with anorexia nervosa: an exploratory pilot study. JBMR® Plus (WOA) 2020; doi: 10.1002/jbm4.10251
ICD-Codes: F50.0

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