| Gyn-Depesche 6/2002

HPV-Infektion oft in der ersten sexuellen Beziehung

Die Prävalenz des zervikalen humanen Papillomavirus (HPV) steigt mit zunehmender Anzahl sexueller Partner. Englische Epidemiologen haben die Häufigkeit der HPV-Infektion bei Frauen untersucht, die erst einen Sexualpartner hatten.

242 Frauen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren wurden in die Studie eingeschlossen. Die Frauen hatten zum Zeitpunkt der Untersuchung nur einen Sexualpartner gehabt; sie wurden interviewt; zervikale Abstriche wurden virologisch untersucht. 46% der jungen Frauen hatten bereits innerhalb von drei Jahren nach dem ersten Geschlechtsverkehr eine zervikale HPV-Infektion, im Mittel schon nach drei Monaten. Diese Ergebnisse zeigen, dass die HPV-Infektion sehr häufig ist und vermutlich als unvermeidbare Konsequenz sexueller Aktivität gesehen werden muss. Auf jeden Fall sollten Frauen mit HPV-Infektion nicht als sexuell promiskuitiv stigmatisiert werden. (MO)

Quelle: Collins, S: High incidence of cervical human papillomavirus infection in women during their first sexual relationship, Zeitschrift: BJOG: British journal of obstetrics and gynaecology, Ausgabe 109 (2002), Seiten: 96-98

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