Digitale „Visionen“ | Gyn-Depesche 2/2019

Mehr Hilfen für Schwangere im Fokus

Für die Betreuung Schwangerer sind Ärzte und Hebammen von unschätzbarem Wert. Zusätzlich könnte die Versorgung mit Digitaltechnik verbessert werden.

Am Scripps Research Translational Institute in La Jolla, Kalifornien, machten sich drei Experten Gedanken darüber, wie Schwangere von IT mehr profitieren könnten. Die verschiedenen Parameter, die üblicherweise in Abständen erhoben werden, von Blutdruck und Körpergewicht bis fetaler Herzfrequenz, ließen sich im Prinzip auch kontinuierlich mit Hilfe von Sensoren und Apps erfassen. Daraus ergäbe sich ein genaueres Bild ungesunder Entwicklungen in Form von Abweichungen von den individuellen Ausgangswerten. Eine solche Telemedizin könnte die Kosten der Gesundheitssysteme reduzieren, indem Praxisbesuche Schwangerer mit niedrgem Risikoprofil eingespart werden. Die Versorgung von Frauen mit entlegenem Wohnort könnte verbessert werden. Eine engmaschige Überwachung ist besonders wichtig in der postpartalen Phase, wenn viele Schwangere in wenig entwickelten Ländern oft wochen- oder monatelang keinen Arzt mehr sehen. In dieser Zeit können schwere Komplikationen auftreten. Ein simples Monitoring von Körpertemperatur, Puls und Blutdruck, vielleicht sogar der Sauerstoffsättigung, könnte zur Frühdiagnose vieler Probleme beitragen. WE
Quelle:

Radin JM et al.: Digital medicine. A digital toolkit for improved maternal health. Lancet 2018; 392: 1107

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