Lymphknoten-Staging bei Mammakarzinom

Gyn-Depesche 6/2004

Mit der Positronen-Emissionstomographie übersieht man kleine Knoten

Ob bei einem primären Mammakarzinom bereits Lymphknoten befallen sind oder nicht, lässt sich - zumindest theoretisch - aufgrund ihres erhöhten Glukoseumsatzes auch durch PET feststellen. Praktisch ist dieses Verfahren für die Routinediagnose jedoch nicht sensitiv genug, wie eine umfangreiche Studie jetzt ergab.

Nachdem die Brustkrebs-Diagnose gestellt worden war, wurden 308 Patientinnen zunächst einer Positronen-Emissionstomographie (PET) mit F18-markierter Fluoro-Desoxy-Glukose (FDG) unterzogen. Die Bilder wurden unabhängig voneinander von drei erfahrenen Nuklearmedizinern beurteilt. Danach folgte eine komplette oder teilweise Dissektion der axillären Lymphknoten. Die Sensitivität der PET ließ im Vergleich zur histologischen Auswertung erheblich zu wünschen übrig. Insbesondere der Befall von wenigen oder kleinen Lymphknoten wurde bei der PET häufig übersehen. Semiquantitative Analysen ergaben bei einem standardisierten FDG-Aufnahmewert in fettfreier Körpermasse (SUV-lean) von mindestens 1,8 einen positiven prädiktiven Wert von 90%, aber nur eine Sensitivität von 32%.

Quelle: Wahl, RL: Prospective multicenter study of axillary nodal staging by positron emission tomography in breast cancer: a report of the staging breast cancer with PET study group, Zeitschrift: JOURNAL OF CLINICAL ONCOLOGY, Ausgabe 22 (2004), Seiten: 277-285
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