Spätere Menopause | Gyn-Depesche 6/2019

PCOS verlängert fertile Phase

Schwedische Wissenschaftler wiesen nach, dass bei PCOS-Patientinnen die Menopause später eintritt. Das könnte zum Schutz vor kardiovaskulären Erkrankungen beitragen.
Im Jahr 1992 hatte man an der Universitätsklinik von Göteborg bei 27 Frauen ein PCOS diagnostiziert, welche jetzt – im Mittel 52,4 Jahre alt – einer erneuten Untersuchung unterzogen wurden. Als Kontrollgruppe dienten 94 Frauen gleichen Alters, aber ohne PCOS.
Eigenen Angaben zufolge waren 37 % der PCOS- Patientinnen und 57 % aus der Kontrollgruppe postmenopausal. Während die Menopause in der Studiengruppe im Schnitt im Alter von 53,3 Jahren eingetreten war, war dies ohne PCOS schon mit 49,3 Jahren der Fall. Bestätigt wurden die Unterschiede durch die Messung der FSH-Serumspiegel: Sie lagen in der Studiengruppe bei 31,0 IU/l und in der Kontrollgruppe bei 52,3 IU/l. Der Anteil der Raucherinnen war in beiden Gruppen gleich. Beruhigend für PCOS-Patientinnen war die Beobachtung, dass die Diagnose offenbar nicht den Fortpflanzungserfolg minderte. Allerdings hatte i n d er P COS-Gruppe f ast j ede zweite Frau für mindestens eine Schwangerschaft eine Fertilitätsbehandlung in Anspruch genommen. CW
Quelle: Forslund M et al.: Higher menopausal age but ... Acta Obstet Gynecol Scand 2019; 98: 320-6

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