Hypothyreose | Gyn-Depesche 1/2020

Postpartale Hämorrhagien

Erhöhte TSH-Werte vor und während der Schwangerschaft steigern vielleicht die Sectiorate und das Blutungsrisiko.
In einer Universitätsklinik in Karatschi wurden innerhalb von acht Jahren 718 Schwangere mit subklinischer oder manifester Hypothyreose registriert. Alle Betroffenen erhielten Levothyroxin mit dem Ziel eines TSH-Spiegels von höchstens 2,5 mU/l. Der Anteil der subklinischen Hypothyreosen lag bei insgesamt 37 %. In 23,4 % der Entbindungen wurde eine Notfallsectio durchgeführt. Häufigste maternale Komplikation waren postpartale Blutungen, die bei 38,8 % der Frauen auftraten. Sowohl die Sectiorate als auch das Hämorrhagierisiko zeigten eine signifikante Assoziation mit einem präkonzeptionellen TSH-Wert von über 2,5 mU/l. Das Risiko hoher postpartaler Blutverluste stieg bei unzureichender TSH-Kontrolle im dritten Trimenon. Die Ergebnisse legen nahe, dass man bei Schwangeren mit manifester oder subklinischer Hypothyreose an ein hohes Blutungsrisiko denken sollte. CW
Quelle: Kiran Z et al.: Maternal characteristics and outcomes affected by hypothyroidism during pregnancy (maternal hypothyroidism on pregnancy outcomes, MHPO-1). BMC Pregnancy and Childbirth 2019; doi: 10.1186/s12884-019-2596-9
ICD-Codes: E03.9

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