| Gyn-Depesche 5/2014

Stresshyperglykämie mit Folgen

Stresshyperglykämie ist ein Warnschuss. Das zeigte eine retrospektive Kohortenstudie von 86 634 Patienten im Alter von 40 Jahren und älter, die als Notfall stationär aufgenommen werden mussten. Das Risiko, in den nächsten drei Jahren einen Diabetes zu entwickeln, lag bei einem Blutzuckerspiegel von ≤ 5 mmol/l bzw. 90 mg/dl bei Einlieferung ins Krankenhaus bei unter 1% und stieg auf bis zu 15% bei einem Notfall-Blutzuckerspiegel von 15 mmol/l bzw. 270 mg/dl an. Stieg im Notfall der Blutzucker über 11,1 mmol/l bzw. 200 mg/dl an, hatten die Patienten in den Folgejahren ein um 54% erhöhtes Morta- litätsrisiko gegenüber denjenigen mit einem Glukosespiegel unter 6,1 mmol/l bzw. 110 mg/dl. Die Autoren empfehlen, betroffene Patienten über ihr Risiko und Lebensstilmaßnahmen zu beraten.


Quelle:

McAllister DA et al.: Stress hyperglycaemia in hospitalised patients and their 3-year risk of diabetes. PLoS Med 11 (2014)

ICD-Codes: E89.

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