Körperfett als Östrogenquelle | Gyn-Depesche 2/2018

Übergewicht hält die Stimme jung

Viele Frauen erleben in der Menopause eine Veränderung ihrer Stimme. Wissenschaftler fanden heraus, dass dies auch vom BMI abhängt.

An der Amerikanischen Universität in Beirut wurden die Stimmen von 34 post- und 35 prämenopausalen Frauen verglichen. Über phonatorische Symptome wie Heiserkeit, Halstrockenheit, Räuspern oder Stimmermüdung gaben die Teilnehmerinnen selbst Auskunft. Mittels akustischer Analysen wurden objektivierbare Parameter wie Grundfrequenz, Amplitudenvariationen und Tonhöhenstabilität bestimmt.
Insgesamt klagten nach der Menopause erwartungsgemäß mehr Frauen über stimmliche Probleme als davor. Als signifikant erwies sich dies bei den Symptomen Räuspern und Halstrockenheit. Betrachtete man jedoch nur die 14 postmenopausalen Teilnehmerinnen mit einem BMI über 25 kg/m2, so verschwanden die Unterschiede zur jüngeren Vergleichsgruppe. Bei den messbaren akustischen Parametern fanden sich keine Differenzen zwischen präund postmenopausalen Frauen. Auch der „Voice Handicap Index“ (VHL-10) – eine Bewertungsskala zur Selbsteinschätzung von Stimmstörungen – lag in beiden Gruppen etwa gleich hoch. CW

Quelle:

Hamdan A-L et al.: Vocal symptoms and acoustic findings in menopausal women in comparison to pre-menopause women with body mass index as a confounding variable. J Menopausal Med 2017; 23: 117-23

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