Okkulte uterine Malignome | Gyn-Depesche 5/2019

Vor Hysterektomie das Krebsrisiko abschätzen

Wie häufig findet sich bei Hysterektomien aus einer benignen Indikation ein okkultes Malignom und welche Frauen sind besonders gefährdet? Dieser Frage ging eine bevölkerungsbasierte Studie aus den USA auf den Grund.
Aus Patientenregistern des US-Bundesstaats New York gingen 229.536 Fälle von Hysterektomien hervor. Alle waren aufgrund einer benignen Indikation vorgenommen worden – meist aufgrund von Myomen, Menstruationsstörungen oder Vaginalprolaps. Bei 2.207 Patientinnen (0,96 %) wurde innerhalb von vier Wochen danach ein okkultes uterines Malignom diagnostiziert.
Am häufigsten waren Endometriumkarzinome mit einer Prävalenz von 0,75 %. Uterine Sarkome fanden sich bei 0,22 % der Hysterektomien, darunter bei 0,15 % ein Leiomyosarkom. Während es sich bei den Endometriumkarzinomen meist um lokal begrenzte, kleinere Tumore handelte, waren die Sarkome tendenziell weiter fortgeschritten und größer.
Das individuelle Risiko schwankte je nach Alter der Patientin, Indikation und Begleiterkrankungen. CW
Quelle: Desai VB et al.: Prevalence, characteristics, and risk factors of occult uterine cancer in presumed benign hysterectomy. Am J Obstet Gynecol 2019; 221: 39.e1-14

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