Einfache Therapie-Alternative | Gyn-Depesche 3/2016

Weizen gegen PMS

Studien zufolge können Magnesium, Kalzium, die Vitamine B und E sowie Linolsäure die Symptome des prämenstruellen Syndroms (PMS) verbessern. Man kann auch alle „guten Stoffe“ auf einmal nehmen – in Form von Weizenkeimen.

Forscher befragten 170 gesunde normalgewichtige Frauen im Alter zwischen 20 und 45 Jahren mit regelmäßiger Menstruation nach dem Vorkommen und der Stärke von PMS-Symptomen (Beck Depression Inventory, BDI und Daily Symptom Record, DSR). Dabei unterschied man zwischen physischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Brustempfindlichkeit, Akne, Blähungen und Palpitationen sowie psychischen Symptomen wie Reizbarkeit, Anspannung, Schlafprobleme, Stimmungsschwankungen und Ängste.
100 der befragten Frauen erfüllten die Kriterien für PMS und nahmen zwei Monate lang jeweils zwischen dem 16. Zyklustag bis zum fünften Tag des folgenden Zyklus 3× tgl. eine Kapsel mit 400 mg Weizenkeimextrakt oder Plazebo ein. Mit dem Plazebo verringerten sich die körperlichen und psychischen Symptome um 14 bzw. 27%, mit dem Weizenpräparat dagegen um 64 bzw. 66%.
Das Ausmaß von Müdigkeit, Reizbarkeit, Palpitationen und Anspannung reduzierte sich unter dem pflanzlichen Supplement um mehr als 80%. Die meisten anderen Symptome gingen um 40 bis 80% zurück, Schwellungen um 26%. Auch nahmen die mit Weizenkeimen supplementierten Frauen am Ende der Intervention signifikant weniger Schmerzmittel ein als zuvor; in der Plazebogruppe blieb der Verbrauch dagegen unverändert. Dauer und Ausmaß der Menstruationsblutung veränderten sich während der Untersuchung weder in der Weizenkeimnoch in der Plazebo-Gruppe.
Bei Patientinnen, die unter einem prämens truellen Syndrom leiden, kann ein Versuch mit Weizenkeimextrakt diesen Studiendaten zufolge nicht schaden. OH

Quelle:

Ataollahi M et al.: The effect of wheat germ extract on premenstrual syndrome symptoms. Iran J Pharm Res 2015; 14(1): 159-66

ICD-Codes: N94.3

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