Adipositas in der Schwangerschaft | Gyn-Depesche 2/2020

Weniger Komplikationen nach Magen-OP

Ein bariatrischer Eingriff kann bei adipösen Frauen helfen, das Risiko für Komplikationen in der Schwangerschaft zu senken. Aber gilt das auch für Folgeschwangerschaften, die von Haus aus mit einem geringeren Risiko verbunden sind?
Studien zufolge lassen sich Gesundheitsrisiken wie Gestationsdiabetes oder Präeklampsie mithilfe eines bariatrischen Eingriffs senken.
Im Rahmen einer australischen Populationsstudie prüften Forscher, ob sich eine bariatrische OP auch dann positiv auf den Schwangerschaftsverlauf auswirkt, wenn der Eingriffff zwischen der ersten und zweiten Schwangerschaft erfolgte. Dazu analysierten sie die Daten von mehr als einer halben Million schwangerer Frauen. Insgesamt 326 Probandinnen hatten sich vor der zweiten Schwangerschaft einer bariatrischen OP unterzogen. Tatsächlich war bei diesen Patientinnen eine Reduktion des Risikos für diabetesbedingte Komplikationen zu verzeichnen. Dieser Effffekt war deutlich größer als die üblicherweise mit der zweiten Schwangerschaft einhergehende Risikoverringerung. So kam es bei bariatrisch behandelten Patientinnen in der zweiten Schwangerschaft unter anderem seltener zu Bluthochdruck oder einer spontanen Frühgeburt. Die Rate diabetesbedingter Komplikationen war dennoch höher als in der Referenzpopulation. RG
Quelle: Ibiebele I et al.: Perinatal outcomes following bariatric surgery between a first and second pregnancy: a population data linkage study. BJOG 2020; 127(3): 345-54

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