Dysmenorrhoe

Gyn-Depesche 4/2020

Kurkuma besser als Schmerzmittel

Bei Dysmenorrhoe kann Kurkuma besser helfen als ein NSAR. Das fanden iranische Wissenschaftler nun heraus.
Zu Beginn lag die mit Hilfe einer visuellen Analogskala quantifizierte Schmerzintensität im Schnitt bei über 7 von 10. Nach zwei Zyklen war sie in allen drei Verum- Gruppen im Vergleich zur Plazebo- Gruppe signifikant gesunken. Den stärksten Effekt zeigte die Kombination von Kurkuma und Mefenaminsäure. Offenbar verstärkte das gelbe Gewürzpulver die Wirkung des (in Deutschland nicht erhältlichen) NSAR. In Monotherapie vermochte Kurkuma die Regelschmerzen sogar signifikant besser zu lindern als Mefenaminsäure allein.
Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, wird in der ayurvedischen Medizin seit jeher als regulierendes Mittel bei Menstruationsstörungen geschätzt. Sein pharmakologisch wirksamer Bestandteil, das Curcumin, zeigte in Tierversuchen eine spasmolytische und antiinflammatorische Wirkung, reduziert die Expression von COX-2 (Cyclooxygenase-2) und hemmt die Prostaglandinsynthese. Dies könnte den analgetischen Effekt bei Dysmenorrhoe erklären, der in dieser Studie erstmals untersucht wurde. CW
Quelle: Hesami S et al.: Randomized, double-blind, placebo-controlled clinical trial studying the effects of turmeric in combination with mefenamic acid in patients with primary dysmenorrhoea. J Gynecol Obstet Hum Reprod 2020; doi: 10.1016/j.jogoh.2020.101840
ICD-Codes: N94.6
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