Praxis-Tipp | Gyn-Depesche 1/2019

Beckenschmerzen palpieren

Viele Frauen klagen über chronische Beckenschmerzen. Untersuchungen bis hin zur Laparoskopie decken aber oft keine Ursache auf. Dann lohnt sich ein Blick auf mögliche muskuloskelettale Auslöser.

Eine Dysfunktion der sakroiliakalen Gelenke wurden schon als mögliche Ursache chronischer Beckenschmerzen (chronic pelvic pain, CPP) identifiziert, auch eine Überempfindlichkeit von Beckenbodenmuskeln. Dafür, dass myofasziale Strukturen beteiligt sein können, spricht die Auslösbarkeit von Beckenschmerzen bei geeigneten Provokationstests. In einer Studie mit 36 Patientinnen mit CPP nach Entbindung sowie 29 vergleichbaren Frauen ohne solche Schmerzen definierte man 13 anatomische Referenzpunkte auf der Innen seite des Beckens, die bei vagina-ler Untersuchung palpiert wurden. Bei Frauen mit CPP ließen sich an mehr der Triggerpunkte Schmerzen provozieren, und sie waren stärker, verglichen mit der Kontrollgruppe. Die maximale in-dividuelle Summe der Schmerz-Inten-sitäten bei Frauen ohne CPP wurde von 85 % der CPP-Frauen übertroffen. WE
Quelle:

Torstensson T et al.: Anatomical landmarks of the intra-pelvic side-wall ... BMC Womens Health 2018; 18(1): 54

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