Senologie

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Zwischen Onkologie und Schönheitswahn: Pathologie und Therapie der weiblichen Brust haben ein großes Spektrum.

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Fertilität

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Von "Social Freezing" bis "Pille danach ohne Rezept":
Konzeption und Kontrazeption sind aktuelle Themen, die auch stark in der Öffentlichkeit stehen.

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Sexualmedizin

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Sexualmedizin kann auch Krebsprävention bedeuten.

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Besonders in der gynäkologischen Onkologie
wird die Therapie immer personalisierter.

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In der Geburtshilfe entscheiden Minuten das Outcome ... und mal zählt auch jede Sekunde.

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Heute haben extreme "Frühchen" deutlich bessere Chancen als noch vor einigen Jahren.

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Ejaculatio praecox – nicht nur ein Männerproblem
Komplementäre und alternative Therapien bei vorzeitigem Samenerguss

Es existieren zahlreiche „männliche Faktoren“, die mit einer weiblichen sexuellen Dysfunktion (FSD) assoziiert sein können. In einer aktuellen Studie wurde speziell der Zusammenhang der Ejaculatio praecox (EP) mit der sexuellen Funktion der Partnerin ermittelt (bestimmt mittels FSFI, female sexual function index). Es zeigte sich, dass Partnerinnen von Männern mit EP im Durchschnitt einen signifikant geringeren FSFI- Score erreichten, demnach häufiger eine sexuelle Dysfunktion aufwiesen. Genaugenommen wiesen alle Frauen von EP-Männern in mindestens einer Domäne des Tests eine Einschränkung auf (Canat L et al., Int Urol Nephrol 2018). Dies vorausgeschickt kann es auch für eine Frau relevant sein, Therapien der EP zu kennen, um diese mit ihrem Partner zu besprechen. Da die schulmedizinischen Optionen recht limitiert sind, fassten Autoren nun komplementäre und alternative Therapien der EP zusammen.

Quelle: Cooper K et al.: Complementary and alternative medicine for management of premature ejaculation: a systematic review. Sex Med 2017; 5: e1-18

Zervixkarzinomvorsorge
HPV-Impfung bewährt sich

Jährlich erkranken etwa 53 000 Frauen an Zervixkarzinomen, in Deutschland sind es ca. 5200 pro Jahr. Eine frühzeitige Impfung gegen das humane Papillomavirus (HPV) kann das Erkrankungsrisiko senken. Aktuelle Langzeitdaten bestätigen die hohe Effektivität der Vakzinierung.

Quelle: Symposium:
„HPV-Impfung – Von der Wissenschaft zur Praxis in 60 Minuten“, im Rahmen des Fortbildungskongresses der FBA 2018, Düsseldorf, 1.3.2018, Veranstalter: MSD
Quadrivalenter HPV-Imfpstoff: Gardasil®
Nonavalenter HPV-Imfpstoff: Gardasil®9

 

Original Pressemitteilung:
Pharma Trend 2017: Marktführer Roche von Onkologen ausgezeichnet

Die Onkologen sind sich ihrer Sache seit Jahren sicher. Zum 12. Mal in Folge vergeben sie den Award für „ihr“ bestes Pharmaunternehmen an die Roche Pharma AG. Dieser Erfolg hat viele Väter. Aus Sicht der Ärzte sind es bei ...

Original Pressemitteilung:
Pharma Trend Awards: Gynäkologen zeichnen Jenapharm zweifach aus

Kaum ein halbes Jahr auf dem Markt, wird die Hormonspirale Kyleena® von der Facharztgruppe der Gynäkologen zum Innovativsten Produkt 2017 gekürt. Kyleena® ist für alle Frauen im gebärfähigen Alter geeignet und bietet ...

Frauen unter Raketenbeschuss
Mehr Schwangerschafts-Komplikationen?

Mütterlicher Stress in der Schwangerschaft kann sich negativ auf den Schwangerschaftsverlauf auswirken. Kriegerische Handlungen sind zweifelsohne ein besonders großer Stressor. Frühere Studien konnten einen klaren Zusammenhang zwischen Kriegshandlungen in einem Land und ungünstigen Schwangerschaftsverläufen feststellen. Eine aktuelle Studie aus Israel fand nun aber keinen Zusammenhang. Warum?

Quelle: Gluck O et al.: Was the military operation „protective edge“ a risk factor for pregnancy complications? Rambam Maimonides Med J 2017; 8: e0027

Pestizide im Essen
Fertilitätsbehandlung in Gefahr

Tierexperimente konnten zeigen, dass die orale Aufnahme von Pestiziden mit der Nahrung sich negativ auf die Reproduktion auswirken kann. Dabei wurden Pestizid-Dosen untersucht, die so durchaus in der Nahrung vorkommen können. Ob eine solche Assoziation auch beim Menschen besteht, war bislang unklar.

Quelle: Chiu YH et al.: Association between pesticide residue intake ... JAMA Intern Med 2017; Epub Oct. 30; doi: 10.1001/jamainternmed.2017.5038

Männliche Refertilisierung
Beide Partner sollten beraten werden

Eine Vasektomie gilt als definitive Kontrazeptionsmethode für den Mann. Aber etwa 20% aller vasektomierten Männer äußern später dennoch den Wunsch nach einem Kind. Dann ist die operative Refertilisierung („Sterilisationsumkehr“) eine Option, vor deren Durchführung allerdings sowohl der Mann als auch seine Partnerin gut beraten werden sollten.

Quelle: Kirby EW et al.: Vasectomy reversal: decision making and technical innovations. Transl Androl Urol 2017; 6: 753-60

Stress im Krankenhaus
Geburtshelfer und Hebammen mit PTSD

Die posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) ist seit langem eine etablierte Krankheitsentität. Bekannt wurde sie ursprünglich bei aus dem Einsatz zurückkehrenden Soldaten. Jetzt zeigte eine Studie, dass auch Geburtshelfer und Hebammen von einer PTSD betroffen sein können, wenn sie traumatische Erlebnisse bei ihrer Berufsausübung ausgesetzt waren. Und das kann Auswirkungen auf das zukünftige Arbeitsleben haben.

Quelle: Wahlberg A et al.: Post-traumatic stress symptoms in Swedish obstetricians and midwives after severe obstetric events ... BJOG 2017; 124: 1264-71

Intrauterine Langzeitkontrazeption
Gute Akzeptanz auch bei jungen Frauen

Ein intrauterines Wirkstofffreisetzungssystem mit 52 mg Levonorgestrel-Depot ist seit kurzem für eine längere Liegedauer von vier Jahren zugelassen.

Quelle: Fachpressekonferenz: „Intrauterine Langzeit-Kontrazeption: Entwicklung, Erfahrungen, Trends“, München, 14.3.2018, Veranstalter: Gedeon Richter; intrauterines Wirkstofffreisetzungssystem Levosert® (52 mg Levonorgestrel-Depot)

Kein Spermium kommt mehr durch
Single-size-Diaphragma mit kontrazeptivem Gel verhütet sicher

Barrieremethoden zur Kontrazeption sind besonders für Frauen sinnvoll, die keine Hormone verwenden wollen oder können, und bei unregelmäßigem Geschlechtsverkehr mit dem Wunsch nach einer nicht täglich anzuwendenden Methode. Das Caya-Diaphragma ist eine solche Methode, die in einer Universalgröße erhältlich ist und kein Latex beinhaltet. Wie sicher Caya in Kombination mit verschiedenen kontrazeptiven Gels (oder ohne Gel) ist, wurde nun in einer Phase-1-Studie untersucht.

Quelle: Mauck CK et al.: A phase I randomized postcoital testing and safety study of the Caya diaphragm used with ... Contraception 2017; 96: 124-30

Moderne Menstruationshygiene
Die Menstruationstasse als praktische Alternative zum Tampon

Immer häufiger erhalten Gynäkologen Nachfragen zum Menstruationsmanagement mit der Menstruationstasse. Ein Grund für die wachsende Beliebtheit ist neben der Umweltfreundlichkeit und der Kostenersparnis die Sorge vor dem toxischen Schocksyndrom, von dem im Zusammenhang mit Tampons berichtet wurde. Nach einer Umfrage von Testerinnen beider Hygiene-Artikel sind Menstruationstassen wie die Me Luna® klassischen Tampons in punkto Zufriedenheit sogar überlegen.

Neues Zervixkarzinom-Screening
Die HPV-Co-Testung ab 35 Jahren kommt

Im Rahmen des diesjährigen Fortbildungskongresses der Frauenärztlichen BundesAkademie (FOKO) diskutierten Experten die neuen S3-Leitlinien zur Zervixkarzinom-Prävention. Nach diesen haben Frauen ab 35 Jahren nun alle drei Jahre ein Anrecht auf einen HPV-Test in Kombination mit einer zytologischen Untersuchung.

Quelle: Fachpressekonferenz: „Ein Dialog zwischen Gynäkologen und Labor“, im Rahmen des FOKO 2018, Düsseldorf, 1.3.2018, Veranstalter: Roche Diagnostics cobas® HPV-Test

Menopausale Hormontherapie
Neue Daten sprechen für hohen Nutzen

Die 2002 publizierte WHI-Studie schürtebei Ärzten und Patientinnen die Angst vor einem erhöhten Brustkrebs- und Thromboserisiko im Rahmen einer menopausalen Hormontherapie (HRT). Neuere Daten relativieren aber die damaligen Studienergebnisse. Mittlerweile sind sich Experten darin einig, dass eine fokussierte und risikoadaptierte HRT in den allermeisten Fällen mehr nutzt als schadet.

Quelle: Symposium: „Individualisierte HRT“, im Rahmen des FOKO 2018, Düsseldorf, 2.3.2018, Veranstalter: Dr. Kade/Besins Estradiol-Dosiergel: Gynokadin®; Progesteron (mikronisiert): Utrogest®

Theapie-Optionen
Diaphragma-Nutzerinnen befragt
Zum vierten mal wurden zwischen Mai und Juni 2017 Nutzerinnen des Diaphragmas Caya® zu ihren Erfahrungswerten mit der Verhütungsmethode befragt. Als wichtigste Gründe für die Wahl des Diaphragmas nannten 47,7% der 262 Befragten die Nebenwirkungsfreiheit der Methode; 27,3% begr&...
Krebsrisiko bei Diabetes
Frauen verlieren „onkologischen Vorteil“
Adipositas und Typ-2-Diabetes (T2DM) scheinen überlappende Risikofaktoren darzustellen für mit Adipositas zusammenhängende Karzinome von Mamma, Prostata und Darm. Bereits bekannt ist, dass der bei kardiovaskulären Erkrankungen in der Gesamtbevölkerung sichtbare Vorteil von Frauen gegenüber Männern verschwindet, wenn man Patienten mit Typ-2-Diabetes betrachtet. In einer niederländischen Studie wurden deshalb Frauen und Männer mit Typ-2-Diabetes hinsichtlich der Inzidenz von mit Adipositas assoziierten Karzinomen analysiert und mit der Allgemeinbevölkerung verglichen.
Schrijnders D et al.: Sex differences in obesity related cancer ... PLoS ONE 2018; 13(1): e0190870
Neues Antikörper-Wirkstoff-Konjugat
Deruxtecan im Trastuzumab-Gepäck

Um einen antitumorösen Wirkstoff in hoher Dosis möglichst nebenwirkungsarm in eine maligne entartete Zelle zu bekommen, kann man sich eines pharmakologischen Tricks bedienen: Man verbindet das zytotoxische chemotherapeutische Molekül über einen „Linker“ mit einem für die Tumorzelle spezifischen Antikörper. Der Antikörper bindet selektiv an die Tumorzelle, und das Chemotherapeutikum wird gezielt in die Tumorzelle eingeschleust. Der Antikörper hat gleichsam das Chemotherapeutikum auf dem Weg zur Zelle „im Gepäck“. Das ermöglicht intrazellulär höhere Dosen wegen der geringeren systemischen Toxizität. Nun wurde ein solches Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC, antibody drug conjugate) in einer Phase-1-Studie bei Patienten mit fortgeschrittenem Mamma- und Magenkarzinom oder gastroösophagealen Tumoren untersucht.

Quelle: Doi T et al.: Safety, pharmacokinetics, and antitumour activity of trastuzumab deruxtecan (DS-8201), a HER2-targeting antibody-drug conjugate, in patients with ... Lancet Oncol 2017; 18: 1512-22

Schlaganfallgefahr bei Frauen mit Migräne
Aktuelle Konsensus-Empfehlungen zur Kontrazeptiva-Verordnung
Migräne-Patientinnen haben ein erhöhtes Schlaganfallrisiko, vor allem jene mit Aura. Mit der Frage, ob das Risiko durch hormonelle Kontrazeptiva noch vergrößert wird, befasste sich eine Arbeitsgruppe der European Headache Federation (EHF) und der European Society of Contraception and Reproductive Health (ESC). Nach ihrer Datenschau formulierten die Fachgesellschaften 13 Konsensus-basierte Empfehlungen.
Sacco S et al.: Hormonal contraceptives and risk of ischemic stroke in women with migraine: a consensus statement from ... J Headache Pain 2017; 18(1): 108 [Epub 30. Okt.; doi: 10.1186/s10194-017-0815-1]
Praxis-Tipp
Brustkrebs überdiagnostiziert? Stimmt nicht!
Die Screening-Mammographie steht unter Verdacht, zu viele Mammakarzinome zu diagnostizieren, die eigentlich harmlos oder nicht behandlungsbedürftig gewesen wären. In Norwegen warfen Forscher daher einen sehr genauen Blick auf die Zahlen des dort seit 2005 laufenden Screeningprogramms und geben Entwarnung.
Lund E: No overdiagnosis in the Norwegian Breast Cancer Screening Program estimated by combining record linkage and questionnaire information ... Eur J Cancer 2018; 89: 102-12
Beweis durch erste Daten
HPV-Impfung schützt vor invasiven Karzinomen

Die Impfung gegen das humane Papillomavirus (HPV) bewies in klinischen Studien ihre hohe SChutzwirkung gegen Infektionen und zervikale Grad-3-Neoplasien (CIN3). Zehnjahres-Daten von zwei finnischen Registerstudien konnten die Effektivität gegen CIN3 bestätigen. Weitere Daten der Registerstudien weisen nun erstmals nach, dass die HPV-Impfung auch vor invasiven Karzinomen schützt.

Quelle: Loustarinen T et al.: Vaccination protects against invasive HPV-associated cancers. Int J Cancer 2018;  Epub Dez 26; doi: 10.1002/ijc.31231

Antidepressiva in der Schwangerschaft
Mehr psychiatrische Erkrankungen bei Kindern

Eine dänische Bevölkerungsstudie lieferte Hinweise, dass die Einnahme von Antidepressiva in der Schwangerschaft das Risiko von psychiatrischen Erkrankungen beim Nachwuchs erhöhen könnte.

Quelle: Liu X et al.: Antidepressant use during pregnancy and psychiatric disorders in offspring: Danish nationwide register based cohort study. BMJ 2017; 358: j3668

Bipolare Störung
Depressive Phase oder Menopause?
Australische Forscherinnen untersuchten, wie Frauen mit einer bipolaren Störung menopausale Beschwerden wahrnehmen.
Perich T et al.: „Is it menopause or bipolar?“ ... BMC Women‘s Health 2017; 17(1): 110
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