Onkologie

Therapie-Optionen
Palbociclib bei metastasiertem Brustkrebs
Wie Experten auf einer Veranstaltung von Pfizer Oncology im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (DGHO) betonten, wird in der Therapie des HR+/HER2-metastasierten Brustkrebs zunehmend auf eine Kombinationstherapie statt auf eine
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Borderline-Ovarialtumoren
Neuer Score verrät Rezidiv-Risiko

Die Wahrscheinlichkeit eines Rezidivs kann bei Patientinnen mit Borderline-Ovarialtumoren stark varriieren und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Diesen gingen französische Forscher nun auf den Grund und entwickelten einen Score, mit dem sich das Rezidiv-Risiko im Vorfeld bestimmen lässt.

Quelle: Ouldamer L et al.: Improving the clinical management of women with borderline tumours: a recurrence risk scoring system from a french multicentre study. BJOG 2017; 124: 937-44

Lymphödeme nach Mammakarzinom
Wenig Evidenz für konkrete Maßnahmen

Etwa eine von fünf Frauen entwickelt innerhalb von zwei Jahren nach einer Brustkrebsbehandlung ein Lymphödem. Eine niederländisch-kanadische Arbeitsgruppe suchte nach Wirksamkeitsnachweisen für verbreitete Präventions- und Therapiemaßnahmen.

Quelle: Stuiver MM et al.: Which are the best conservative interventions for lymphoedema after breast cancer surgery? BMJ 2017; 357: j2330. doi: 10.1136/bmj.j2330

Prämenopausales Mammakarzinom
Stillen schützt vor Luminal-B-Tumoren

Inwiefern beeinflussen reproduktive Faktoren das Risiko prämenopausaler Frauen, an einem Mammakarzinom zu erkranken? Bestehen Unterschiede bezüglich der verschiedenen molekularen Tumor-Subtypen?

Quelle: Giudici F et al.: Breastfeeding: a reproductive factor able to ... Eur J Cancer Prev 2017; 26: 217-24

Uterines Leiomyosarkom
Zufallsbefund mit schlechter Prognose

Klinisch lässt sich ein uterines Leiomyosarkom kaum von einem benignen Myom unterscheiden. Was bei Diagnose und Therapie zu beachten ist, fassten drei Gynäkologen des Columbia University College in New York zusammen.

Quelle: Cui RR et al.: Uterine leiomyosarcoma: a review of recent advances in molecular biology, clinical management and outcome. BJOG 2017; 124: 1028-37

Finale Auswertung der HERA-Studie
Trastuzumab: Benefit bleibt langfristig erhalten

Der monoklonale Antikörper Trastuzumab gilt bei der adjuvanten Therapie von HER2-positivem Brustkrebs im Frühstadium bereits als Standard. Langzeitdaten fehlten bisher jedoch. Jetzt liegen die finalen Auswertungen der HERA-Studie vor.

Quelle: Cameron D et al.: 11 years’ follow-up of trastuzumab after adjuvant chemotherapy in HER2-positive early breast cancer: final analysis of the HERceptin Adjuvant (HERA) trial. Lancet 2017; 389: 1195-205

Zervixkarzinom-Screening
HPV-Test alle drei Jahre oder seltener?

In welchem Intervall sollen Frauen mit einem negativen HPV-Test erneut zum Zervixkarzinom- Screening eingeladen werden? Mehr als drei Jahre könnten sinnvoll sein.

Quelle: Zorzi M et al.: A 3-year interval is too short for re-screening women testing negative for human papillomavirus: a population-based cohort study. BJOG 2017; 124: 1585-93

Serie „Mammakarzinom" – Teil 2
Konzepte bei metastasiertem Brustkrebs

Wenn ein Mammakarzinom in das Stadium der Dissemination gekommen ist, kann man beim heutigen Stand der Therapie nicht mehr mit Heilung rechnen. Nach Daten aus dem Jahr 1996 machen langfristig überlebende Patientinnen weniger als 5% der Fälle aus. Ob die heutigen Behandlungskonzepte diese Rate erhöhen können, ist noch nicht geklärt. Der zweite Teil dieser Serie skizziert den Status quo dieser Problematik.

Quelle: Harbeck N et al.: Breast cancer. Lancet 2017; 389: 1134-50

HPV-Vakzine
Kolposkopie bei „Nachholgeimpften"

Inwiefern beeinflusst die Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) das kolposkopische Erscheinungsbild der Zervix? Und wie wirkt sich die Impfung auf die Prävalenz der verschiedenen HPV-Genotypen aus? Diesen Fragen sind britische Wissenschaftler nun nachgegangen.

Quelle: Munro A et al.: The impact of human papillomavirus type on colposcopy performance in women offered HPV immunisation in a catch-up vaccine programme: a two-centre observational study. BJOG 2017; 124: 1394-14

Zervixkarzinom
HPV-Nachweis im Urin statt im Abstrich

Die Treffsicherheit eines einzelnen zytologischen Abstrichs für hochgradige intraepitheliale Neoplasien (CIN2+) ist variabel. Immer öfter wird zusätzlich auf Hochrisiko- HPV-Typen (hrHPV) getestet. Das ist auch mit einer Urinprobe möglich.

Quelle: Leeman A et al.: HPV testing in first-void urine provides sensitivity for CIN2+ detection comparable with a smear taken by a clinician or a brush-based self-sample: cross-sectional ... BJOG 2017; 124: 1356-63

Prognostischer Marker bei Zervixkarzinom
Weniger Leukozyten – häufiger Rezidive

Italienische Forscher gingen der Frage nach, inwieweit eine Immunsuppression durch die neoadjuvante Chemotherapie die Prognose nach einem Zervixkarzinom beeinflusst.

Quelle: Bogani G et al.: Chemotherapy-related leukopenia ... Eur J Obstet Gynecol Reprod Biol 2017; 208: 41-5

Mammakarzinom
Kältekappe verringert Haarausfall

In vielen Ländern wird die Kopfhautkühlung bereits zur Prävention der Chemotherapie- induzierten Alopezie eingesetzt. Haarausfall stellt für Patientinnen mit die gefürchtetste Nebenwirkung einer Chemotherapie dar. Randomisierte klinische Studien zu ihrer Wirksamkeit fehlten aber bislang.

Quelle: Nangia J et al.: Effect of a scalp cooling device on alopecia in women undergoing chemotherapy for breast cancer: The SCALP randomized clinical trial. JAMA 2017; 317: 596-605

Endometriumkarzinom
Vorerkrankungen bestimmen Mortalität

Patientinnen mit Endometriumkarzinom weisen häufig eine Komorbidität (z. B. Diabetes oder Adipositas) auf. Wie sich diese auf die Prognose auswirkt, untersuchte eine US-amerikanische Arbeitsgruppe.

Quelle: Binder PS et al.: Adult Comorbidity Evaluation 27 score ... Am J Obstet Gynecol 2016; 215: 766.e1-9

Serie „Mammakarzinom" – Teil 1
Therapie des frühen Brustkrebs

Brustkrebs ist die häufigste maligne Erkrankung bei Frauen. 2012 gab es fast 1,7 Mio. neue Mammakarzinom-Diagnosen weltweit. Die Mortalität ist in der EU in den vergangenen Jahren gesunken, was überwiegend der Früherkennung und der systemischen Therapien zuzuschreiben ist. Das frühe Mammakarzinom gilt heute als potenziell heilbar. Entscheidend für die Prognose und das therapeutische Vorgehen ist der molekulare Subtyp des maligne transformierten Brustgewebes. Teil 2 der Serie in der kommenden Gyn-Depesche behandelt das metastasierte Mammakarzinom.

Quelle: Harbeck N, Gnant M: Breast cancer. Lancet 2017; 389: 1134-50

Metastasiertes Mammakarzinom
Zielgerichtete Thera­pien im Überblick

Dank moderner zielgerichteter Substanzen hat sich die Prognose von Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom (mBC) verbessert. Welche Therapiestrategien nach aktueller Datenlage bei HER2-positivem und HER-2-negativem mBC empfohlen werden, fassten Experten im Rahmen des diesjährigen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Senologie (DGS) zusammen.

Quelle: Symposium:
„Therapiestrategien: metastasiertes Mammakarzinom“, im Rahmen des 37. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Senologie, Berlin, 29.6.2017, Veranstalter: Roche Pharma
Bevacizumab: Avastin®;
Pertuzumab: Perjeta®;
Trastuzumab Emtansin: Kadcyla®

Myomentfernung
Morcellation bei Jüngeren kein Risiko

Bei der laparoskopischen Hysterektomie besteht theoretisch die Gefahr, dass durch die Gewebezerkleinerung bei einem übersehenen Uterussarkom Krebszellen in den Bauchraum gelangen. Dennoch scheint die minimal-invasive Methode sicherer als die abdominale – zumindest bei Myompatientinnen unter 50 Jahren.

Quelle: Siedhoff MT et al.: Laparoscopic hysterectomy with morcellation vs abdominal hysterectomy for presumed fibroids: an updated decision analysis following ... Am J Obstet Gynecol 2017; 216: 259-63

Zervixneoplasien
Wann sind weitere Exzisionen nötig?

Bis zu 60% aller Adenocarcinomata in situ (AIS) werden erst im Rahmen einer therapeutisch intendierten Exzision zervikaler intraepithelialer Neoplasien (CIN) vom Grad 2/3 entdeckt. Welche Faktoren beeinflussen dann das Risiko für ein Rezidiv der CIN?

Quelle: Munro A et al.: Risk of persistent and recurrent cervical neoplasia following incidentally detected adenocarcinoma in situ. Am J Obstet Gynecol 2017; 216: 272.e1-7

Postmenopausale Hormontherapie
Die Brustkrebsmortalität sinkt

Inwiefern postmenopausale Frauen hinsichtlich der Brustkrebsmortalität von einer Hormonersatztherapie (HRT) profitieren, wird in der Literatur kontrovers diskutiert. Finnische Wissenschaftler versuchten diese Frage populationsbasiert zu klären.

Mammakarzinom
US-Staging macht Sentinel-Check entbehrlich

Mit Hilfe der intraoperativen Sentinel-Lymphknoten-Biopsie kann vielen Frauen bei der Brustkrebs-OP eine axilläre Lymphknotenausräumung erspart bleiben. Möglicherweise gibt es aber auch dazu eine rationelle Alternative.

Quelle: Van Berckalaer C et al.: Preoperative ultrasound staging of the axilla makes ... Eur J Obstet Gynecol Reprod Biol. 2016; 206: 164-171

App zur Therapie des Mammakarzinoms
Entscheidungen digital erleichtern

Die neue App „Mammakarzinom Transparent“ soll Ärzten einen schnellen Zugang zu aktuellen und leitlinienbasierten Therapieempfehlungen bieten. Das produktneutrale Tool wird voraussichtlich ab September 2017 erhältlich sein.

Quelle: Fachpressekonferenz: „Mammakarzinom State of the Art 2017 – Das interaktive Tumorboard unterstützt durch MiD 3.0“, Berlin, 29.6.2017, Veranstalter: Novartis

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